Nachfolger

Stefan Nünlist rückt in den Kantonsrat auf

Stefan Nünlist wird Kantonsrat.

Stefan Nünlist wird Kantonsrat.

Er sollte für die FDP den vor acht Jahren verlorenen Ständeratssitz zurückholen – und fuhr im vergangenen Herbst das schlechteste Resultat aller Kandidaten ein: Stefan Nünlist, 58, Präsident der Kantonalpartei. Ausgerechnet er, der mit hohen Ambitionen gestartet war, auch wenn er bis dahin weder über Erfahrung im National- noch im Kantonsrat verfügte. Die einzige Volkswahl, die Nünlist bis dahin für sich entschieden hatte, war jene für das Oltner Gemeindeparlament, dem er immerhin 14 Jahre angehörte.

Doch jetzt nimmt die politische Karriere des Fürsprechers und Notars mit Diplomatenausbildung und Bundesratsberater-Erfahrung doch noch eine kaum mehr für möglich gehaltene Wendung. Nachdem Kantonsrat Beat Wildi per Ende Juli seinen Rücktritt erklärt hat, rückt Nünlist, beruflich als Leiter Unternehmenskommunikation bei Swisscom tätig, ins Solothurner Parlament nach. Das Oberamt hat die nötigen Schritte in die Wege geleitet und Nünlist für den Rest der Amtsperiode 2017/21 als gewählt erklärt. Demnach wird Nünlist ab August als Kantonsrat firmieren.

Er freue sich darauf, sagt der neue freisinnige Kantonsrat auf Anfrage – aus seinen Ferien, notabene, die in diesem Jahr länger dauern als auch schon. Erst gegen Ende August werde er zurück sein, lässt er ausrichten. Gerade rechtzeitig für die September-Session des Kantonsrats. Das Timing stimmt: An der nächsten Session wird sich das Parlament mit der Volksinitiative «Jetz si mir draa!» befassen. Ein Thema, bei dem die Freisinnigen doch noch eine Strategie gegen die «mutlose» Ablehnung der Regierung gefunden haben.

Autor

Balz Bruder

Balz Bruder

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