Kanton Solothurn
Steckbriefe auf Solothurner Bus-Bildschirmen bleiben vorerst Zukunftsmusik

Diese Woche wurden von der Kantonspolizei Aargau erstmals Bildschirme in Bussen genutzt um nach einem Verdächtigen zu fahnden. Die Kantonspolizei Solothurn möchte momentan noch nicht auf dieses Mittel zugreifen.

Joshua Villing
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Steckbriefe im Bus bleiben im Kanton Solothurn vorerst Zukunftsmusik.

Steckbriefe im Bus bleiben im Kanton Solothurn vorerst Zukunftsmusik.

Oliver Menge

Digitale Bildschirme in Bussen und Zügen, auf denen Werbeanzeigen und Neuigkeiten aus der Zeitung abgebildet werden, sind in immer mehr Bussen und Zügen zu finden. «Fahrgastinformationssystem nennen sich diese Bildschirme», erklärt Urs Bloch Mediensprecher der Postauto AG.

Die Meisten Busse verfügen schon über solche Bildschirme:

Postauto: Alle 58 der auf Solothurner Strassen verkehrenden Postautos sind damit ausgerüstet.

BOGG: 41 der 43 Busse verfügen über Bildschirme, die restlichen zwei sollen in den nächsten nachgerüstet werden.

BGU: Momentan verfügt keiner der 15 Busse über solche Bildschirme. Bis Ende Jahr sollen aber in allen Bussen Bildschirme installiert werden.

BSU: 29 der 35 regulär verkehrenden Busse sind bereits mit Monitoren ausgerüstet. Die restlichen sechs werden in nächster Zeit ebenfalls damit ausgestattet. Lediglich einige Ersatzbusse werden nicht mehr damit versehen, da sie dafür zu alt sind.

Diese Woche wurden dieses System nun zum ersten Mal von der Kantonspolizei Aargau genutzt, um nach einem mutmasslichen Täter zu fahnden. Im Kanton Solothurn wurde das System noch nie verwendet um nach mutmasslichen Tätern zu fahnden.

Andreas Mock Leiter Kommunikation und Medien der Solothurner Kantonspolizei äussert sich dazu wie folgt: «Die Kantonspolizei Solothurn ist derzeit kein Kunde des Werbeanbieters. Daher haben wir derzeit keinen direkten Zugang zu den Monitoren im Raum Solothurn ausser über den Nachrichten-Block.

Die Form ist aber sehr interessant für eine öffentliche Fahndung nach Vermissten oder Tätern. Wir sind gespannt, welche Erfahrungen die Kapo Aargau damit gemacht hat und prüfen dann, ob wir das Medium ebenfalls nutzen können.»

Als Mittel um die breite Öffentlichkeit erreichen zu können, scheinen die Bildschirme bestens geeignet. Im Kanton Solothurn ist der grösste Teil der verkehrenden Busse damit ausgestattet und die Busse die noch nicht über solche Bildschirme verfügen, sollen aufgerüstet werden (siehe Box).