Lehrstellenmarkt

Startschuss für die Lernenden: Diese Stellen sind im Kanton Solothurn am beliebtesten

Die Ausbildung zur Fachfrau und zum Fachmann Gesundheit ist die zweitbeliebteste im Kanton – auf das 1. Lehrjahr 2018 hin konnten bisher über 150 Lehrverhältnisse abgeschlossen werden.

Die Ausbildung zur Fachfrau und zum Fachmann Gesundheit ist die zweitbeliebteste im Kanton – auf das 1. Lehrjahr 2018 hin konnten bisher über 150 Lehrverhältnisse abgeschlossen werden.

Rund 360 Lehrstellen konnten in den letzten 4 Wochen im Kanton Solothurn noch besetzt werden – fast ebenso viele sind aber noch offen.

Ein Wandel im Leben erwartet dieses Jahr 2508 Schulabgänger. Noch immer sind 342 Lehrstellen offen (Stand 23. Juli), das sind fast 100 weniger als im Juni. Doch die Lehrzeit beginnt bereits Anfang August – es ist unwahrscheinlich, dass bis zu diesem Zeitpunkt noch alle Lehrstellen besetzt werden.

Im Schnitt der letzten Jahre

Den Weg der beruflichen Grundausbildung, sprich einer Lehre, beschreiten in diesem Jahr 55 Prozent der Schulabgänger. Der Rest entscheidet sich für einen anderen Weg – beispielsweise fürs Gymnasium. Nur 3,3 Prozent der Schulabgänger haben noch keine Anschlusslösung. Ruedi Zimmerli, Leiter der Abteilung Berufslehren beim Amt für Berufsbildung, Mittel- und Hochschulen, geht davon aus, dass bis Ende August noch ungefähr 50 weitere Lehrverhältnisse abgeschlossen werden.

Bis jetzt sind es 2191, das sind gut 360 mehr neue Lehrverhältnisse als noch Mitte Juni, insofern hat sich also noch einiges getan. Mit dieser Zahl liegt man ungefähr im Schnitt der letzten Jahre. Von den neu abgeschlossenen Lehrverhältnissen sind 1880 EFZ-Lehrstellen (Eidgenössisches Fähigkeitszeugnis) und 311 EBA-Lehrstellen (Eidgenössisches Berufsattest).

KV und FaGE an der Spitze

Nach wie vor werden im Kanton Solothurn am meisten Lehrstellen als Kauffrau/-mann EFZ besetzt. Dahinter liegen Berufe im Bereich der Gesundheit und der Logistik. «Das ist das Bild, das wir in den letzten Jahren immer wieder hatten. Einen neuen Trend gibt es derzeit nicht», erklärt Zimmerli. Das liege auch an den Betriebsstrukturen des Kantons. «Die Firmen im Kanton geben schliesslich an, welche Lehrstellen angeboten werden.» Der Kanton Solothurn sei vor allem in den Bereichen Medizinaltechnik, Verwaltung, Logistik und Gesundheit stark. «Das zeichnet sich auch in den Statistiken ab.»

Die meisten offenen Stellen finden sich noch immer im Gastgewerbe und auf dem Bau. Obwohl das Gastgewerbe grundsätzlich interessante Stellen biete, seien die teilweise unangenehmen Arbeitszeiten ein grosser Minuspunkt. Dieser hält offenbar viele davon ab, sich für einen Beruf im Gastgewerbe zu entscheiden. Das Baugewerbe wiederum sei vor allem aufgrund der alltäglichen körperlichen Belastung, die ein Beruf auf dem Bau meist voraussetzt, schlichtweg nicht für jeden geeignet.

Alle fünf Jahre wird geprüft

«Diverses ändert sich, die Berufe ändern sich inhaltlich oder von der Bezeichnung her ständig», so Zimmerli weiter. «Alle fünf Jahre werden die Berufe überprüft, die gelehrt werden. Einige verschwinden, andere tauchen neu auf.» Bei einigen wechsle beispielsweise nur der Name. «Oder der Inhalt des Berufs ändert sich und wird an den Arbeitsmarkt angepasst, ohne dass der Name sich ändert.» Zuständig dafür sind die Berufsverbände. Obwohl also die Statistiken des Kantons in Bezug auf die Lehrstellen in den letzten Jahren ähnlich aussahen, findet doch irgendwo ein Wandel statt.

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