Im Vorfeld einer Kaltfront sind am Donnerstagmorgen stürmische Winde über die Schweiz hinweggefegt und haben Probleme im Strassen-, Flug- und Bahnverkehr verursacht. 

Im Kanton Solothurn sind am Donnerstag zwei Lastwagenanhänger umgekippt. Gegen 10.10 Uhr erfasste eine starke Windböe den Anhänger eines Lieferwagens. Dieser kippte daraufhin zur Seite. 

Gut eine halbe Stunde später und nur rund 100 Meter von der ersten Unfallstelle entfernt erfasste eine weitere Windböe den Anhänger eines Lastwagens. Auch dieser kippte zur Seite und schliesslich auf die Leitplanke. Verletzt wurde bei beiden Ereignissen niemand. Aufgrund dieser Vorfälle konnte die Autobahn A1 in Richtung Zürich teilweise nur einspurig befahren werden und während einer kurzen Zeit musste sie sogar gänzlich gesperrt werden. Dadurch bildete sich bis in den frühen Nachmittag hinein entsprechender Rückstau.   

Vom Winde verweht

Der Sturm Sebastian zog mit teils über 100 Stundenkilometern übers Mitteland. Er riss Auto-Anhänger und Bäume mit sich und verursachte grosse Schäden.

Im Kanton erreichte die Polizei bisher rund 30 Meldungen. Mehrheitlich Bäume, die umgekippt sind, Äste, die Strassen versperren oder Gegenstände, wie Bauschranken, die weggeweht wurden. Besonders von den stürmischen Winden betroffen sei die Region zwischen Solothurn und Olten. An der Dürrenbachstrasse in Solothurn fiel ein Baum auf zwei parkierte Autos und verursachte entsprechende Schäden. Das Thal und das Schwarzbubenland seien weitgehend verschont geblieben. 

SRF Meteo gibt Warnung raus

Gemäss SRF Meteo wurden in Welschenrohr Dünnern bis 10.30 Uhr Sturmböen von 96km/h gemessen. In Grenchen waren es 87km/h und Gösgen 78km/h. 

SRF Meteo hat indes eine Unwettergefahr veröffentlicht. «Grosse Unwettergefahr» herrscht demnach im Gebiet Solothurn West/Bucheggberg, Seeland/Bielersee und Le Littoral. 

Warnungen von SRF Meteo

Warnungen von SRF Meteo

Flugzeug konnte nicht landen

Am Donnerstagvormittag mussten in Zürich-Kloten Flugzeuge durchstarten und neu anfliegen. Eine A380, die aus Singapur kam, flog nach drei erfolglosen Landeversuchen nach Frankfurt weiter.

Der Schiffsverkehr auf dem Boden-, Genfer- und Bielersee war wegen des Sturms unterbrochen oder eingeschränkt. (sda/chg/kps)