Kanton Solothurn
Starke Regenfälle: Zwei Erdrutsche und 100 Meldungen halten Kantonspolizei auf Trab

Im Zusammenhang mit den starken Regenfällen gingen am Montag rund 100 Meldungen bei der Kantonspolizei Solothurn ein. Bei Lommiswil entgleiste nach einem Erdrutsch ein Zug und bei Schnottwil erfasste von einer Böschung gelöstes Material ein Auto.

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Ein Erdrutsch bei Schnottwil verschüttet die Strasse
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Erdrutsch in Schnottwil verschüttet Strasse

Ein Erdrutsch bei Schnottwil verschüttet die Strasse

Kapo SO

Am Montag gingen im Zusammenhang mit den ausgiebigen Niederschlägen im Kanton Solothurn knapp 100 Meldungen bei der Kantonspolizei Solothurn ein, davon allein etwa 90 in der Zeit vom frühen Nachmittag bis Mitternacht.

In den meisten Fällen ging es dabei um in Gebäude eindringendes Wasser. Betroffen war überwiegend die Region zwischen Grenchen und Solothurn. Dort standen zahlreiche Ortsfeuerwehren im Einsatz.

Der Kanton sieht die momentane Situation mit den grösseren Flüssen im Kanton nicht kritisch. In Olten kam die Aare am Montag leicht übers Ufer. Die Emme führt viel Wasser, aber nicht alarmierend viel. Aufgrund der Wetterberuhigung rechnet man mit einem ungefährlichen Ausgang.

Starke Regenfälle im Kanton Solothurn lassen die Emme anschwellen und verwandeln die Felder in Seen. Die Emme in Biberist schäumt regelrecht nach den heftigen Regenfällen vom Montag.
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So sieht die Emme in Biberist nach der Regenflut vom Montag aus.
Die Schleuse Biberist ist voll offen, die Emme führt viel Wasser.
So sieht die Emme in Biberist nach der Regenflut vom Montag aus.
Die Emme reisst Baumstämme und angeschwemmtes Holz mit sich.
So sieht die Emme in Biberist nach der Regenflut vom Montag aus.
Die Aare bei Grenchen
Die Aare bei Grenchen
Der Pegel des Bachs im Limpachtal ist um rund einen Meter gesunken.
Der Pegel des Bachs im Limpachtal ist um rund einen Meter gesunken.
Die überschwemmte Witi bei Grenchen
In Oberramsern verwandelten sich die Felder in einen anshenlichen See aus Regenwasser.
In Oberramsern verwandelten sich die Felder in einen anshenlichen See aus Regenwasser.
Auch in Balm entstand ein grosser Regenwassersee.

Starke Regenfälle im Kanton Solothurn lassen die Emme anschwellen und verwandeln die Felder in Seen. Die Emme in Biberist schäumt regelrecht nach den heftigen Regenfällen vom Montag.

Rahel Meier

Erdrutsche in Schnottwil und Lommiswil

An einer Böschung zwischen Schnottwil und Wengi bei Büren löste sich am Montag vor 15 Uhr Geröll und blockierte die Bernstrasse. Eine Autolenkerin hielt daher an und informierte die Polizei. Kurz darauf löste sich weiteres Material aus dem Hang, das das Auto erfasste. Die Lenkerin blieb unverletzt. Die Strasse ist seither gesperrt und wird voraussichtlich im Verlauf des Dienstags wieder geöffnet. Eine örtliche Umleitung ist eingerichtet.

Der Bus der Linie 898 ist unterbrochen. Die Busse verkehren laut Reionalverkehr Bern-Solothurn (RBS) voraussichtlich den ganzen Dienstag nur zwischen Schnottwil und Büren a. A. (resp. Solothurn) und zwischen Wengi und Münchenbuchsee. «Die Busse fahren zu den gewohnten Abfahrtszeiten, es ist nicht mit grösseren Verspätungen zu rechnen», so der RBS. Keine Busse fahren zwischen Schnottwil und Wengi, Reisende fahren via Lyss, Lohn-Lüterkofen, Bätterkinden oder Solothurn.

Der Strassensperrung hat auch Auswirkungen auf den Schulbetrieb in der Region. Die Schüler mussten am Morgen einen Umweg in Kauf nehmen und am Mittag in der Schule essen.

Wann die Strasse wieder für den Verkehr geöffnet wird, ist noch unklar.

Zug entgleist

Bei Lommiswil entgleiste infolge eines Erdrutsches gegen 20.40 Uhr ein Zug, der in Richtung Oberdorf fuhr. Der Triebwagen sowie einige Waggons sind dabei aus dem Gleis gesprungen und blieben in Schräglage stehen. Zum Teil wurden Fahrleitungsmasten touchiert. Im Zug befand sich neben dem Lokführer eine Passagierin. Beide blieben unverletzt. Die Strecke ist bis auf weiteres unterbrochen.

Informationen zum Bahnverkehr finden sich unter www.railinfo.ch.

Engleister Zug wegen Erdrutsch in Lommiswil 2018
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Zugentgleisung in Lommiswil infolge eines Erdrutsches
Die Entgleisung ereignete sich gegen 20.40 Uhr am Montagabend.
Der Triebwagen sowie einige Waggons sind beim Unfall aus dem Gleis gesprungen und blieben in Schräglage stehen.
Im Zug befand sich neben dem Lokführer eine Passagierin. Beide blieben unverletzt.
Insgesamt drei Wagen entgleisten.
Die Unglücksstelle von oben. Hier sind die Erdmassen gut zu sehen.
Die Züge fallen wegen des Erdrutsches alle aus. Es verkehren Ersatzbusse zwischen Langendorf und Oberdorf.
Wie lange die aufwändigen Bergungsarbeiten dauern, ist unbekannt.
Einige beobachten, was auf den Geleisen unten passiert.

Engleister Zug wegen Erdrutsch in Lommiswil 2018

Philipp Ammann

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