Bischofsjass
Staat und Kirche schenken sich nichts und trennen sich am Ende 7:7

Der traditionelle Bischofsjass im Solothurner Rathaus endete am Donnerstagabend mit einem Unentschieden. Dies nach einem engen Kopf an Kopf Rennen, bei dem die besseren Karten mal auf der bischöflichen mal auf der regierungsrätlichen Seite waren.

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Bischofsjass 2016 im Solothurner Ratshaus
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Jassrunde mit Peter Gomm und Bischof Felix Gmür. Im Vordergrund Bischof Gächter.
Jassrunde mit Regierungsrat Remo Ankli, Bischof Gächter, Regierungsrat Roland Heim
Jassrunde mit Regierungsrätin Esther Gassler und Staatsschreiber Andreas Eng

Bischofsjass 2016 im Solothurner Ratshaus

Hanspeter Bärtschi

Landammann Roland Fürst hatte turnusgemäss zum Bischofsjass im Rathauskeller eingeladen. Bevor jedoch Stöck, Wyss und Stich im Zentrum standen trafen sich der Gesamtregierungsrat und die Delegation des Bistums Basel zu einem informellen Austausch und anschliessendem Abendessen.

Die Gäste aus dem Bistum wurden von Bischof Felix Gmür angeführt, er wurde unter anderem von Domprobst Arno Stadelmann und Generalvikar Dr. Markus Thürig begleitet.

Der Bischofsjass wird in Solothurn seit den 1960er Jahren gepflegt. Der damalige SP Regierungsrat Willi Ritschard hat die besondere Jassrunde zusammen mit Bischof Anton Hänggi und Staatsschreiber Alfred Rötheli ins Leben gerufen.

Ritschard und Hänggi kannten sich vom gemeinsamen Dienst in der Schweizer Armee. Seither treffen sich Regierung und Geistlichkeit einmal im Jahr zu einem Gedankenaustausch, der jeweils mit einem Jass abgeschlossen wird. (sks)