Gesundheitsversorgung
Spitex Verband Kanton Solothurn investiert in Ausbildung

Damit vermehrt Ausbildungsplätze im Tertiärbereich zur Verfügung stehen macht sich der Verband für die Ausbildung von Pflegepersonal stark.

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Die Spitex Kanton Solothurn investiert in die Ausbildung von Pflegepersonal. (Symbolbild)

Die Spitex Kanton Solothurn investiert in die Ausbildung von Pflegepersonal. (Symbolbild)

Chris Iseli

Eine Voraussetzung dafür, dass die Gesundheitsversorgung auch in Zukunft funktioniert, ist die Ausbildung von Pflegepersonal. Dieses Thema bildete denn auch einen Schwerpunkt an der Delegiertenversammlung des Spitex Verbands Kanton Solothurn. Vermehrt sollen Ausbildungsplätze im Tertiärbereich zur Verfügung stehen.

In einer Kooperation lancieren die Gemeinschaft Solothurnischer Alters- und Pflegeheime (GSA) und der Spitex Verband Kanton Solothurn (SVKS) einen Lehrgang Pflegefachfrau/-mann Langzeitpflege HF. Sie bieten in Zusammenarbeit mit dem Bildungszentrum Gesundheit und Soziales in Olten ab Sommer 2017 Ausbildungsplätze an.

Die 29 Non-Profit-Spitexorganisationen sollen eine lückenlose Versorgung der Bevölkerung sicherstellen. Der Verband der Solothurner Einwohnergemeinden (VSEG) erarbeitet zusammen mit dem Amt für soziale Sicherheit und dem SVKS eine Rahmenvereinbarung und definiert ein einheitliches Grundangebot. Uneinheitlich im Kanton sei die Verrechnung der Wegkosten, heisst es.

Kanton und VSEG empfehlen den Gemeinden, diese Kosten den Klienten zu verrechnen. Mit der Begründung, dass im Krankenversicherungsgesetz nicht eindeutig ersichtlich ist, dass Wegkosten nicht in den Pflegetarifen enthalten sind. Der SVKS bedauert, dass die ambulante Pflege zusätzlich mit Kosten belastet wird, insbesondere weil schweizweit ausschliesslich der Kanton Solothurn diese Regelung empfiehlt.

Umsetzung der Spitex-Strategie

Die Resultate der extern durchgeführten Klientenzufriedenheit sind sehr erfreulich. Minim höher als der schweizerische Durchschnitt, liegt die Gesamtzufriedenheit bei 87.8%. Eine Umfrage bei den Mitgliedern zeigt, in welchen Bereichen die Organisationen mehr oder minder Unterstützung brauchen. Ein Positionspapier, welches Möglichkeiten und Grenzen der Zusammenarbeit zwischen Spitex und Pflegeheim aufzeigt, ist in Arbeit.

6'647 Personen betreute die Non-Profit-Spitex im Kanton Solothurn im Jahr 2014 und leistete mit 1'074 Mitarbeitenden in 407 Vollzeitstellen 436'022 Stunden Pflege und Hilfe zu Hause. «Von den Spitex-Organisationen wird eine hohe Flexibilität gefordert. Es gab Regionen, in denen waren enorm viele Einsätze zu leisten, anderorts gab es wenig Arbeit. Die Personaleinsätze mussten laufend angepasst werden», bemerkte Sigrun Kuhn, Präsidentin des SVKS und wies auf die Versorgungspflicht hin. (mgt)