Solothurner Spitäler AG

Spitalwäscherei zügelt nach Zuchwil

Spitalwäsche der Solothurner Spitäler (Hier der Standort Olten) wird neu in Zuchwil gewaschen.

Spitalwäsche der Solothurner Spitäler (Hier der Standort Olten) wird neu in Zuchwil gewaschen.

Ab Ende Jahr wird die Wäsche der Solothurner Spitäler auf dem ehemaligen Scintilla-Ostareal gewaschen.

Die Solothurner Spitäler AG (soH) lagert ihre Zentralwäscherei aus. Bis spätestens Ende 2017 zügelt der Betrieb vom Areal des Bürgerspitals an die Industriestrasse nach Zuchwil. Dort mietet sie sich in eine bestehende Fabrikhalle auf dem ehemaligen Ostareal der Scintilla ein. Damit sind die Gerüchte, dass die Wäscherei die Region Solothurn verlässt, vom Tisch.

«Die Wäscherei platzt schon jetzt aus allen Nähten», sagt Eric Send, Mediensprecher der soH. Heute wird im Wirtschaftstrakt des Bürgerspitals auch die Wäsche für das Kantonsspital Olten sowie für externe Kunden gewaschen. Dabei handle es sich um Restaurants beziehungsweise Wohnheime. Ausserdem sei der Maschinenpark veraltet. Für insgesamt 7 Millionen Franken müssen neue Maschinen angeschafft werden.

Der neue Standort in Zuchwil sei grösser und biete auch sicherheitstechnisch Vorteile. Insgesamt schaffe dies angenehmere Arbeitsbedingungen für die Angestellten. 30 Mitarbeitende mit 20 Vollzeitstellen werden in der Wäscherei beschäftigt. 6 bis 7 Tonnen Wäsche landen jeden Tag in den Waschtrommeln. Dass die Wäscherei nicht an einen externen Betrieb ausgelagert wird, sei ein klares Bekenntnis zu den Arbeitsplätzen im niederschwelligen Bereich, so Send.

«Ein absoluter Glücksfall»

«Für uns ist die Ansiedlung der Spitalwäscherei ein absoluter Glücksfall», sagt der Solothurner Unternehmer Daniel Sauser. Im Dezember 2012 kaufte die Sauser Immobilien AG das Gelände von der Scintilla. Die Wäscherei sei zwar für den angestrebten Nutzungsmix etwas atypisch, da in erster Linie Firmen mit technischer Kompetenz angesiedelt werden sollen. Trotzdem passe der Betrieb zum industriellen Charakter der Halle. Laut Sauser entwickelt sich die Ansiedlung «sehr positiv». So betreibt unter anderem Synthes ein technisches Labor und die Firma Units beschäftigt sich mit Messtechnik. Zudem baue UPC derzeit ein Rechenzentrum. 160 Arbeitsplätze werden laut Sauser bis Ende Jahr in den total renovierten Hallen angeboten. Dereinst könnten es bis 500 sein.

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