Zusammenarbeit

Spitäler und Kliniken spannen in der Corona-Krise zusammen – auch überkantonal

Merkblatt zum Coronavirus im Notfall des Bürgerspitals Solothurn. Hier arbeitet jetzt auch Personal der Obach Klinik.

Merkblatt zum Coronavirus im Notfall des Bürgerspitals Solothurn. Hier arbeitet jetzt auch Personal der Obach Klinik.

Bei der Gesundheitsversorgung spannen die Solothurner Spitäler AG und Privatkliniken Obach und Pallas zusammen. Zudem ist eine Zusammenarbeit vereinbart worden mit dem Kanton Baselland.

Die COVID-19-Pandemie stellt auch die Gesundheitsversorgung im Kanton Solothurn vor grosse Herausforderungen.

Um die Bevölkerung bestmöglich zu versorgen, wurden folgende Massnahmen eingeleitet oder bereits umgesetzt:

  • Die Solothurner Spitäler AG (soH) und die Privatkliniken Obach (Solothurn) und Pallas (Olten) arbeiten eng zusammen.
  • Die soH schafft im Neubau BSS zusätzliche Reserve-Kapazitäten.
  • In der Region Nord arbeiten das Spital Dornach und das Kantonsspital Basellandschaft (Standort Bruderholz) eng zusammen.

«Übergeordnetes Ziel dieser Zusammenarbeit ist die Schaffung von möglichst grossen Kapazitäten in der intensivmedizinischen Betreuung», teilt der Kanton mit. Dabei gehe es vor allem auch um die Zusammenführung des entsprechenden Fachpersonals in diesem Bereich.

Zusammenarbeit zwischen dem Bürgerspital Solothurn und der Klinik Obach:

An den Spitalstandorten der Solothurner Spitäler AG soH sind seit Samstag nur noch absolut unaufschiebbare Operationen erlaubt. Auch die Obach-Klinik in Solothurn hat die Operationstätigkeit eingestellt beziehungsweise operieren ihre Belegärzte Notfälle am Bürgerspital Solothurn.

Das medizinische Fachpersonal aus dem Bereich Anästhesie/Operationssaal der Obach-Klinik unterstützt neu die Teams des Bürgerspitals bei der Intensivpflege und die Obach-Klinik betreut medizinische stabile Patienten im internistisch-medizinischen und chirurgischen Bereich zur Entlastung des Bürgerspitals.

COVID-19 Patienten werden am Standort Bürgerspital Solothurn versorgt. 

Die Notfallstationen der soH-Standorte Olten und Solothurn stehen laut Kanton weiterhin vollumfänglich zur Verfügung. Für die Triage werden COVID-19-Verdachtsfälle von den übrigen Notfallpatienten getrennt.

Noch am Wochenende war man nicht davon ausgegangen, dass eine vorgezogene Eröffnung des Bürgerspital-Neubaus in Solothurn ins Auge zu fassen ist. Derzeit richtet man sich ein, den 5. Stock ab April beziehen zu können, wenn die Zahl der Covid-19-Fälle rapid ansteigen sollte.

Zusammenarbeit zwischen dem Kantonsspital Olten (KSO) und den Pallas-Kliniken:

Eine analoge Zusammenarbeit gibt es zwischen den Pallas-Kliniken und dem Kantonsspital Olten. Die Pallas-Kliniken führen nur noch nicht aufschiebbare Operationen im Bereich der Augenmedizin und Dermatologie durch, dadurch wird Fachpersonal zur Unterstützung des Kantonsspitals bei der Intensivpflege frei.

Personal im Bereich Anästhesie/OP geht ans KSO, um den Bereich IPS/Beatmungskapazitäten zu unterstützen.

Die Pallas-Kliniken betreiben ein eingeschränktes Programm an Operationen im Bereich der Augenmedizin und Dermatologie, welche nicht aufgeschoben werden können.

Überkantonale Zusammenarbeit bei der Gesundheitsversorgung zwischen Spital Dornach und Bruderholz:

Eine enge Zusammenarbeit betreibt man ab sofort auch mit dem Kanton Basel-Landschaft. Das Bruderholz-Spital nimmt künftig auch die Covid-19-positiven Patientinnen und Patienten aus dem Schwarzbubenland auf. Das Spital Dornach steht im Gegenzug in der medizinischen Grundversorgung auch Patientinnen und Patienten aus dem Kanton Basel-Landschaft offen.

Das Kantonsspital Baselland als Covid-19-Referenzspital wird dadurch am Standort Bruderholz entlastet und kann sich auf die Covid-19-Patienten konzentrieren, die einer stationären Aufnahme bedürfen.

Zur Vorbereitung auf den zu erwartenden Anstieg der Fallzahlen ist man im Bruderholz auf personelle Unterstützung wie auch in Sachen Infrastruktur angewiesen. Hier beteiligt sich das Spital Dornach mit dringend benötigter Medizintechnik, personelle Ressourcen wird man den Baselbieter Kollegen bei Bedarf und nach seinen Möglichkeiten ebenfalls zur Verfügung stellen.

Tests in den Bezirken Dorneck und Thierstein

Covid-19 Tests für Patientinnen und Patienten aus den Bezirken Dorneck und Thierstein werden auch künftig wie bisher auf der Notfallstation des Spitals Dornach durchgeführt. Neu wird ab Dienstag in Breitenbach ein weiteres ambulant-dezentrales COVID-19 Test-/Abklärungszentrum im Kanton Solothurn eröffnet.

Zusätzlich sind die mobilen Test-Teams des Kantons Basel-Landschaft neu ebenfalls im Bezirk Dorneck und Thierstein unterwegs und decken beispielsweise den Bedarf in Alters- und Pflegeheimen oder von anderen, nicht mobilen Personen ab. (umo/sks)

Meistgesehen

Artboard 1