In der Debatte um die geplante kantonsweite Aufhebung der Einführungs- und Kleinklassen per August 2014 gingen im Kantonsrat am Mittwoch die Wogen hoch. Vonseiten der SVP wurde die Integration der Einführung- und Kleinklässler grundsätzlich infrage gestellt.

Die Fraktion blieb mit diesem Anliegen aber mehrheitlich alleine. Mit 63 zu 25 Stimmen lehnten die Kantonsrätinnen und Kantonsräte den Auftrag von SVP-Kantonsrat Roberto Conti (Solothurn) ab, der einen Stopp der integrativen Schule und der Speziellen Förderung verlangt. Neben der Volkspartei konnten sich einzig fünf Freisinnige und drei Grünliberale dafür erwärmen.

Die Mehrheit des Parlaments sprach sich für den von der Bildungs- und Kulturkommission (Bikuko) abgeänderten Wortlaut eines überparteilichen Auftrags aus, der für eine Wahlmöglichkeit der Gemeinden bei der Speziellen Förderung plädierte. Die Bikuko machte im Sinne eines Kompromisses den Vorschlag, dass der seit August 2011 laufende Schulversuch um vier Jahre verlängert wird.

Schulträger sollen in diesem Rahmen - wie bisher - die Möglichkeit haben, sich entweder für das alte System mit Einführungs- und Kleinklassen oder die Spezielle Förderung zu entscheiden. Mit 76 zu 13 Stimmen folgte das Parlament diesem Vorschlag. Der Antrag der Kommission sieht zudem vor, dass die Regierung entweder über ein Gesetz oder auf Verordnungsstufe Varianten, aufzeigt, die den Schulträgern eine gewisse Wahlfreiheit gewährt.