Historischer Moment gestern an der Bielstrasse in Solothurn: Die kantonale SP hinterlegte ihr Archiv im Staatsarchiv. Das Erbe der Solothurner Sozialdemokratie enthält Protokolle, Plakate oder auch Gegenstände wie Ansteckknöpfe aus den Jahren 1890 (Gründung) bis 1999. Im Beisein zahlreicher Mitglieder der SP-Geschäftsleitung überreichte Staatsarchivar Andreas Fankhauser den unterzeichneten Hinterlegungsvertrag an SP-Präsidentin Evelyn Borer.

Offen für weitere Parteiarchive

Georg Hasenfratz, Historiker und SP-Geschäftsleitungsmitglied, hat während 240 Stunden das SP-Archiv gesichtet, geordnet, verzeichnet und in säurefreie Schachteln verpackt. Die Dokumente sind nun im Staatsarchiv für interessierte Bürger und Forscher einsehbar. «Es handelt sich um Schriftgut von kantonaler Bedeutung», sagte Fankhauser. «Ich hoffe, dass die FDP, CVP und andere Parteien dem Beispiel der SP folgen und ihr Archiv bei uns hinterlegen.» Die SP hat sich im Vertrag verpflichtet, alle zehn Jahre ihre Akten dem Staatsarchiv abzuliefern.