Auch wenn die Vorlage nicht in allen Bereichen den Vorstellungen der SP entspreche, bedeute der breit abgestützte Kompromissvorschlag aus dem Parlament «unter dem Strich eine Verbesserung für die Versicherten». Die SP-Spitze empfiehlt deshalb für die Abstimmungen vom 24. September bei einer Gegenstimme grossmehrheitlich zweimal ein Ja.

Wichtig besonders für Frauen

Erstmals seit 42 Jahren würden die AHV-Renten real erhöht, heisst es in einer Mitteilung. «Das ist überfällig und insbesondere für die Frauen wichtig, weil sie von der solidarisch finanzierten AHV besonders profitieren.» Für Tausende erwerbstätige Frauen, die heute nur bei der AHV versichert sind und keine Pensionskassenrenten erhalten, sei das eine überfällige Rentenerhöhung. Eine Zusatzfinanzierung sorge dafür, dass die AHV mindestens bis 2030 finanziert sei.

Dank der Reform werden die Renten für die Frauen gegenüber jenen der Männer bessergestellt, respektive die Rentenungleichheit wird infolge besserer Versicherung von Teilzeitarbeit reduziert. Auch bedeute der Rentenansprung bei Stellenverlust eine Verbesserung, argumentiert die SP-Geschäftsleitung. «Wenn Arbeitnehmende (ab 58) keine neue Stelle finden und keine Beiträge mehr bezahlen, muss ihnen künftig die letzte Pensionskasse eine Rente ausrichten. Bei einer Annahme der Reform wären die Zeiten vorbei, wo Betroffene gezwungen werden, das Kapital zu beziehen und es oft gar bereits vor dem Pensionsalter anzuzapfen.»

AHV- und Pensionskassenrenten könnten heute nur komplett bezogen werden, wird betont. Wer nicht bis zum ordentlichen Pensionsalter voll arbeiten könne, habe Schwierigkeiten, schrittweise in Pension zu gehen. Neu könnten dann Teilrenten mit einem reduzierten Arbeitspensum kombiniert werden. (mgt)