Kanton Solothurn

Sozialhilfequote sinkt – Lehrabsolventen finden einfacher ins Berufsleben zurück

Die Sozialhilfequote ist 2018 gegenüber dem Vorjahr um 0.1 Prozent auf 3.2 Prozent gesunken.

Die Sozialhilfequote ist 2018 gegenüber dem Vorjahr um 0.1 Prozent auf 3.2 Prozent gesunken.

Im Jahr 2018 bezogen 9'713 Person Sozialhilfe. Das sind 245 Personen weniger als im Vorjahr. Die Sozialhilfequote ist gegenüber dem Vorjahr um 0.1 Prozent auf 3.6 Prozen gesunken.

Die Sozialhilfequote des Kantons Solothurn (Anteil der Sozialhilfebeziehenden an der Gesamtbevölkerung) entspricht der Entwicklung der schweizerischen Quote. Diese ist gegenüber dem Vorjahr ebenfalls um 0.1 Prozent auf 3.2 Prozent gesunken, wie es in einer Medienmitteilung der Staatskanzlei heisst. Unverändert bleibt, dass kleine Gemeinden und ländliche Regionen gegenüber Städten und Zentrumsgemeinden eine deutliche tiefere Quote aufweisen. Diese Bild zeigt sich auch in der übrigen Schweiz. Auffällig im Vergleich zu anderen Kantonen ist hingegen die Entwicklung bei der Gruppe der Alleinerziehenden. 

Alleinerziehende mit hohem Sozialhilferisiko

Von allen Privathaushalten im Kanton wurden 5’276 mindestens einmal mit Sozialhilfeleistungen unterstützt. Besonders häufig betroffen sind Haushalte von Alleinerziehenden mit ihren Kindern. Sie machen 27.4 Prozent aller unterstützten Haushalte aus. Bei 30 Prozent aller unterstützten Personen handelt es sich um Kinder zwischen 0 bis 18 Jahren.

Ablösechancen

Erfreulich ist, dass 28.9 Prozent der abgelösten Dossiers Dank einer Verbesserung der Erwerbsituation keine Sozialhilfe mehr benötigen. Dieser Anteil hat sich gegenüber dem Vorjahr um 3.1 Prozent erhöht. Die Zahlen zeigen auch, dass 46 Prozent aller unterstützten Personen zwischen 25 und 64 Jahren nur die obligatorische Schulzeit abgeschlossen haben. Diese Personen weisen deutlich weniger gute Chancen auf, sich von der Sozialhilfe zu lösen als diejenigen, die eine Berufslehre absolvieren konnten. (sks)

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