Der Himmel ist – von kleinsten Wölkchen abgesehen – stahlblau, die Sonne scheint göttlich und die Temperatur liegt bei rund 30 Grad. Und dies erst noch genau an Fronleichnam, an einem Tag, an dem meisten frei und Zeit für die Badi haben.

So kommts, dass die Schwimmbäder in der Region zum ersten Mal ein Spitzentag verzeichnen konnten. Unsere kleine Umfrage bestätigt dies. «Wir haben die genauen Eintritts-Zahlen noch nicht, aber es sind sicher mehr als 1 800 Gäste da», sagt der Solothurner Badmeister Pascal Prétôt zufrieden. Es hatte also noch Platz für ein Badetuch in Solothurn, meint er. Die Aare hat bereits verlockende 17 Grad, das Freibad 22 Grad Wassertemperatur.

Ein Grad wärmer war es im Schwimmbad Eichholz in Gerlafingen, da am Wochenende der Eichholzcup ausgetragen wird. «Wir sind am Schwitzen», sagt Kassierin Lore Stuber, und sie bemerkt, dass viele Leute auch noch die Gelegenheit nutzten, ihr Saisonabonnement zu lösen.

«Ins Freibad des Sportzentrums Zuchwil sind sicher mehr als tausend Gäste gekommen», sagt Marcel Siegenthaler, verantwortlich für den Sportbetrieb. Auch er ist sehr zufrieden mit diesem Spitzentag und hofft, dass es nicht wieder so wird, wir im vergangenen Sommer, wo nach einem Hoch um Pfingsten der Sommer schon fast vorbei war.

Grenchner gegen Klischée

Eine Spitzenzahl kann Badmeister Thomas Staufer aus dem Grenchner Schwimmbad vermelden. «Bei uns sind um die 2 800 Gäste gekommen», freut er sich und fügt an: «Es stimmt also nicht ganz mit dem Klischée, dass alle Solothurner am katholischen Feiertag ins reformierte Bernbebiet zum Shoppen reisen. Ein paar sind noch dageblieben.»

In der Badi Balsthal sagt Leiterin Ursula Nufer es habe auch ziemlich Gäste gehabt, hätte aber noch ein paar mehr vertragen: «Es waren schätzungsweise 1 700 Personnen. Unsere Spitzenzahl ist um 3 500 Leute, aber dann ist das Bad auch wirklich voll.» Ihr ist aufgefallen, dass viele Besucher sich nach dem Winter wieder mal in der Badi zurechtfinden mussten, entsprechend habe es viel zu tun gegeben.

Für Thomas Müller, Chefbademeister in Olten, war der Frühsommertag aber trotz und gerade wegen der bis am Abend gegen 4200 Badigästen ein richtiger Freudentag. «Denn eine volle Badi ist für uns eine Bestätigung und Befriedigung und zeigt uns, dass wir es richtig machen», freut sich der Oberfranke. Nach dem die Aare anfangs Mai der Badi die Muskeln zeigte und dadurch entstandene Technikprobleme den Badistart um eine Woche verzögerten

Am Samstag werdem die nächsten Regen- und Gewitterwolken dem Badespass kurz Einhalt gebieten, am Freitag ist aber nochmals so richtig Sonne tanken, baden, chillen - und am besten auch Sonnencremén angesagt...