950 Mittelschüler nahmen im Mai 2018 an der Qualifikation für die GeoOlympiade teil. Die besten 20 qualifizierten sich für das Lager im Nationalpark im September 2018. 16 Jugendliche kämpften letztlich um Medaillen in Bern am Campus Muristalden. Die vier Besten gewannen Gold − und eine Reise nach Hongkong, wo im Sommer 2019 die Internationale Geographie-Olympiade stattfindet.

Mit Jeffrey Wälti war ein weiterer Schüler der Kantonsschule Solothurn vertreten. Er räumte eine Bronze-Medaille ab.

Die Herausforderung bestand aus drei Prüfungen auf Englisch: Einem schriftlichen Test, einem Multimedia-Test und einer Feldarbeit in der Berner Matte. Die Organisatoren legen Wert darauf, die Schüler mit spannenden Fragen zu prüfen, erklärt Flurina Jenal, Organisatorin und Lehrerin an der Kanti Solothurn: «Die Jugendlichen sollen ihr geographisches Wissen vernetzt auf aktuelle Problemstellungen anwenden können.» Das können etwa Fragen zum Klimawandel sein, zur Lebenserwartung und Einkommensverteilung, oder auch zur Wirtschaftsgeographie.

Eine Aufgabe behandelte beispielsweise die russischen Öl-und Gaslieferungen an Europa. Anhand einer Pipelinekarte erklärten die Jugendlichen, welche Probleme aufgrund der aktuellen Lage für Kunden und Lieferant entstehen könnten. Bei der Feldarbeit ging es um den Hochwasserschutz im Berner Matte-Quartier: Mit einer Naturgefahrenkarte schätzten die Teilnehmer ab, wie oft und wie stark gewisse Gebäude geflutet werden könnten. Zudem suchten sie nach Schutzmassnahmen, zeichneten diese in der Karte ein und bestimmten, wo das Wasser im Fall einer Überschwemmung abfliessen würde.

Mit Geographie die Welt verstehen – und Hongkong bereisen

Wer sich mit Geographie beschäftigt, lernt viel über seine Umwelt. Darüber sind sich die Gewinner einig. «Das hilft mir, die Welt und ihre Zusammenhänge besser zu verstehen», meint etwa Carlo Mühlemann. Zudem lerne man neue Landschaften und Kulturen kennen. Das wird auch im Sommer 2019 wieder der Fall sein. Dann nämlich reisen die vier nach Hongkong, wo vom 30. Juli bis am 5. August 2019 der internationale Wettbewerb stattfindet. Die vier freuen sich darauf, ein Land zu bereisen, von dem sie bisher nur aus den Medien gehört haben. Und das andere Probleme kenne, als die Schweiz: «Die dichte Besiedelung etwa, oder den Grenzkonflikt», erklären Julia Gschwind und Anna-Lena Hatzold. (mgt)