Zusammen mit anderen Umweltverbänden wird die Solothurner Sektion des WWF den Kampf gegen die geplante Pistenverlängerung beim Grenchner Flughafens auf Kosten des Schutzgebiets Witi fortsetzen. Die Grenchner Witi ist die grösste zusammenhängende Kulturlandschaft der Schweiz, sie ist Rastplatz für viele Zugvögel, und in Altreu lebt die grösste Storchenpopulation unseres Landes. Die Witi ist ein Naturreservat von nationaler Bedeutung. Zu ihrem Schutz hat der Bund deshalb beim Strassenbau 150 Millionen Franken investiert. Das Pistenprojekt hätte eine massive Störung der Schutzzone mit seltenen und geschützten Tierarten zur Folge.

Erfolgreiches und bewegtes Jahr

Es war ein erfolgreiches und bewegtes 2014. So lautete das Fazit von Präsidentin Elsbeth Wirth-Wyss und Geschäftsführer Christoph Baumann. Das Jahr war geprägt von zwei wichtigen gewonnenen Energieabstimmungen im Kanton Solothurn. Organisatorisch bedeutend war zweifellos der Umzug der Geschäftsstelle des Solothurner WWF von Aarau nach Solothurn.

Der Vorstand des WWF Kanton Solothurn (von links): Tanja Regez, Barbara Meister, Christoph Baumann (Geschäftsführer), Elsbeth Wirth (Präsidentin), Daniel Felder, Helen Amberg (es fehlen Susan von Sury, Silvia Guldimann, Michael Ochsenbein und Renate Engesser).

Der Vorstand des WWF Kanton Solothurn (von links): Tanja Regez, Barbara Meister, Christoph Baumann (Geschäftsführer), Elsbeth Wirth (Präsidentin), Daniel Felder, Helen Amberg (es fehlen Susan von Sury, Silvia Guldimann, Michael Ochsenbein und Renate Engesser).

Die Zusammenarbeit mit dem WWF Aargau war bereichernd; es gab viele Synergien. Allerdings waren die Kosten in der Bürogemeinschaft hoch. Seit Frühling 2015 befindet sich die Geschäftsstelle nun an der Niklaus-Konrad-Strasse 18 in Solothurn, nahe beim Bahnhof der Kantonshauptstadt.

Gehör beim Kanton gefunden

Auf politischer Ebene gelang es, zwei Meilensteine zu setzen. Mit dem deutlichen Ja der Stimmberechtigten zum kantonalen Verfassungsartikel für die Förderung von erneuerbarer Energie und zur Revision des Energiegesetzes konnten zwei wichtige Volksabstimmungen gewonnen werden. Die Leitung der Abstimmungskampagnen lag in den Händen des WWF Solothurn.

Weniger spektakulär war die Vernehmlassung, in welcher sich der WWF Solothurn zur strategischen Gewässerplanung äusserte. Dank seiner Vorschläge nahm der Kanton zusätzliche Bäche in die Revitalisierungsplanung auf. Gehör fand der WWF auch mit seinen Vorschlägen, Hindernisse für die Fischwanderungen zu vermindern. Mit der Forderung, für Kleinwasserkraftwerke eine Leistungs-Untergrenze festzulegen, drangen die Umweltverbände aber nicht durch.

Nicht zu unterschätzen ist auch die tägliche Arbeit und das Engagement der Freiwilligen in der Umweltbildung. An den ersten Solothurner Waldtagen in Olten zeigte der WWF eine eigene Ausstellung und sensibilisierte die Besucherinnen und Besucher für die Bedeutung der Wälder für den Klimaschutz. An der Herbstmesse in Solothurn HESO war der WWF ebenfalls zu Gast. Gemeinsam mit den Biobauern Nordwestschweiz betreute er einen Stand zum Thema Bienen und Wildbienen.

Helen Amberg stellte die Rechnung und das Budget vor. Beide rechnen mit einem kleinen Gewinn, der verwendet wird, um ein Darlehen des WWF Schweiz abzuzahlen.

Ehrung für Matthias Mayr

Matthias Mayr, seit zwanzig Jahren im Vorstand, trat nun aus der Vereinsleitung zurück. Präsidentin Wyss würdigte seine langjährige Arbeit.Der Vorstand wurde in globo wiedergewählt. Er setzt sich zusammen aus Elsbeth Wirth-Wyss (Präsidentin), Daniel Felder (Vizepräsident), Helen Amberg (Finanzen), Tanja Regez (Aktuarin), Renate Engesser, Silvia Guldimann, Barbara Meister, Michael Ochsenbein und Susan von Sury. Geschäftsführer mit einem 40-Prozent-Pensum ist der promovierte Geograph Christoph Baumann.