Dies geht aus dem aktuellen Konjunkturindikator der Solothurner Handelskammer hervor. Gegenüber dem vergangenen Quartal, das ein BIP-Wachstum von 0.4 Prozent aufwies, hat die Solothurner Wirtschaft also an Fahrt gewonnen. Christian Hunziker, Projektleiter bei der Solothurner Handelskammer, spricht von einem «soliden Anstieg» der Wirtschaftsleistung.

Damit entwickelt sich die Solothurner Wirtschaft allerdings etwas schwächer als der nationale Durchschnitt. Schweizweit ist das Bruttoinlandprodukt von Juli bis September dieses Jahres – immer im Vergleich zum Vorjahresquartal – um 1,9 Prozent gewachsen. Als Grund dafür, dass das Solothurner BIP nicht ganz so stark gestiegen ist, nennt Christian Hunziker das überdurchschnittliche Wachstum der Solothurner Wirtschaft im 3. Quartal 2013 von gegen 4 Prozent. «Die Basis für die Berechnungen des BIP-Anstiegs liegt in Solothurn also entsprechend höher.»

Stagnierende Auslandnachfrage

Die Binnennachfrage verlaufe weiterhin ansprechend, hält die Handelskammer in ihrer Mitteilung fest. Bei der Binnenkonjunktur seien aber erste Bremsspuren erkennbar. «So deuten die Indikatoren aus der Solothurner Bauwirtschaft erstmals seit längerem wieder auf eine schwächere Entwicklung hin.» Als «sehr ansprechend» bezeichnet Hunziker die Arbeitsmarktlage – gerade im Vergleich mit dem nationalen Durchschnitt. So lag im dritten Quartal 2014 die Arbeitslosenquote im Kanton bei 2.3 Prozent, im schweizerischen Durchschnitt bei 3 Prozent. Im dritten Quartal 2013 betrug die Solothurn Arbeitslosenquote 2.6 Prozent. «Die tiefere Arbeitslosigkeit ist auch ein positives Zeichen für einen ansteigenden Konsum», so Hunziker.