Mondaine

Solothurner Uhr kann jetzt Einkäufe bezahlen

Mit der neuen Uhr von Mondaine kann man auch bezahlen.

Mit der neuen Uhr von Mondaine kann man auch bezahlen.

Der Solothurner Uhrenhersteller Mondaine stellt eine Uhr vor, mit der der Kunde an der Kasse kontaktlos bezahlen kann.

Wer künftig an der Tankstelle oder an der Migros-Kasse steht, braucht weder Kreditkarte noch Portemonnaie. Er kann auch mit der Uhr bezahlen. Der Solothurner Uhrenhersteller Mondaine lanciert an der kommenden Uhren- und Schmuckmesse Baselworld eine Uhr, die das kontaktlose Zahlen ermöglicht.

Um Einkäufe zu bezahlen, reicht es, die mit einem Chip versehene Uhr an das Zahlungsgerät zu halten. Bei Beträgen bis zu 40 Franken muss kein Pin eingegeben werden. Das System funktioniert ganz einfach: Der Bezahlchip in der Grösse einer SIM-Karte wird direkt in das Uhrenarmband integriert oder er kann über eine zusätzliche Schlaufe an diesem festgemacht werden.

Nach eigenen Angaben ist Mondaine einer der ersten, wenn nicht der erste Uhrenhersteller weltweit, der ein kontaktloses Zahlungssystem in der Uhr anbietet. Angekündigt haben eine solche Uhr schon weitere Hersteller. Die Swatch-Group etwa hat im Oktober in China eine solche Uhr für 2016 angemeldet, ohne den genauen Zeitpunkt zu nennen.

Heute ist kontaktloses Zahlen bereits mit Smartphones möglich. Bei Mondaine hofft man auf diverse Vorteile gegenüber dem Handy: «In der Badi muss man kein Portemonnaie oder Handy mit sich tragen», sagt Brigit Bircher, Brand Manager bei Mondaine.

«Man muss nichts mehr aus der Tasche oder dem Rucksack herausnehmen.» Es reiche künftig, das Handgelenk ans Zahlungsgerät zu halten. Bircher selbst bezahlte in London so ihr Busbillett.

Per Kreditkartenantrag

Das Zahlungssystem wird sowohl für die Linie Helvetica als auch für die klassische Mondaine-Bahnhofsuhr erhältlich sein. Auf den Markt kommen wird die Uhr im Spätsommer. Preislich soll die Uhr mit Zusatzfunktion gleich teuer sein wie die bisherigen Modelle.

Mondaine arbeitet mit der Cembra Money Bank zusammen. Wer eine Uhr kauft, muss dort einen Kreditkartenantrag stellen. Zugriff auf die Daten erhält der Uhrenhersteller nicht. Bei Verlust kann der Chip aus der Ferne gesperrt werden.

Vor einem Jahr hatte Mondaine in Basel bereits die erste Smartwatch der Marke vorgestellt. Sie kann etwa den Schlaf oder Aktivitäten überwachen. Man liege mit dem Verkauf im Budget, sagt Bircher. Insbesondere habe die Innovation dem Bekanntheitsgrad der Marke extrem geholfen «Wir hatten noch nie solche Reaktionen in der Presse.»

Für die Produktion in Biberist bedeutet die Uhr keinen Mehraufwand. «Wir hoffen natürlich, mehr Uhren verkaufen zu können», sagt Bircher.

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