Aufhebung Mindestkurs

Solothurner Tourismusbranche spürt noch keine Auswirkungen

Das solothurnische Tourismus-Center

Das solothurnische Tourismus-Center

Nach der Aufhebung des Mindestkurses für den Euro musste die Tourismusbranche in den Bergregionen zahlreiche Stornierungen verschmerzen. In Solothurn nimmt man hingegen laut dem Tourismusbüro noch kaum Konsequenzen wahr.

Erst letzten Donnerstag hat die Schweizerische Nationalbank den Mindestkurs für den Euro aufgehoben. Damit sind Ferien in der Schweiz noch teurer geworden als zuvor. In vielen Skigebieten wurden deshalb bereits gebuchte Ferien wieder storniert. Doch wie sieht es in der Region Solothurn aus?

«Wir spüren noch gar keine Auswirkungen der Mindestkurs-Aufhebung auf den Tourismus im Kanton Solothurn», sagt Jürgen Hofer, Direktor Region Solothurn Tourismus auf Anfrage.

Er habe von Seiten der Leistungsträger noch keine Reaktionen erhalten, so Hofer. «Da Solothurn keine Wintersport-Region ist, gibt es um diese Jahreszeit eher wenig Touristen hier. Im April oder Mai startet die Saison», erklärt Hofer. Erst dann würden auch vermehrt Seminare und Konferenzen in Solothurn durchgeführt. Deshalb werde man die Konsequenzen des Nationalbank-Entscheides erst im Verlauf des Jahres bemerken.

Laut Hofer sind kurzfristig auch keine speziellen Angebote geplant, um trotzdem Touristen nach Solothurn zu locken. «Viele Gäste, die nach Solothurn kommen, sind Individualgäste. Das heisst, sie reisen nicht via eines Reisebüros und wir können sie gar nicht erreichen», erläutert der Tourismusdirektor.

Abschliessend meint Jürgen Hofer: «Wir müssen abwarten, werden aber die Lage sicher weiterhin beobachten.» (lsc)

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