Kommentar

Solothurner Ständeratskandidaten: Noch ist nichts in trockenen Tüchern

Blick in den Ständeratssaal.

Es war Mitte Dezember des vergangenen Jahres. Damals wurde klar, dass das amtierende Ständerats-Duo Wiederwahl-Ambitionen hat. Nachdem sich Pirmin Bischof (CVP) schon bei seiner Absage an mögliche Bundesratsweihen in der Sache erklärt hatte, nutzte Roberto Zanetti (SP) die Gunst der Stunde und liess just an seinem 64. Geburtstag wissen, er trete noch einmal an. In dieser Spalte war damals der Satz zu lesen: «Eine Ständeratswahl darf kein Spaziergang sein, sondern muss mindestens eine Bergwanderung sein.»

Auch wenn sich die beiden Ständeräte angesichts der sie bedrängenden Konkurrenz bisher tatsächlich kein Bein ausreissen mussten und die in Aussicht gestellte Bergtour eher eine Jurahöhen-Wanderung ist, zeigt sich in der Wahlumfrage dieser Zeitung nun doch: Ganz ohne Mühen wird der neuerliche Sprung nach Bundesbern wohl trotzdem nicht über die Wahlbühne gehen. Verantwortlich dafür ist zum einen die Hürde des absoluten Mehrs beziehungsweise die Stimmenzersplitterung bei fünf Kandidaten. Zum andern ist SVP-Herausforderer Christian Imark
den beiden Arrivierten näher auf den Fersen als gedacht.

Enttäuschend dagegen das Rendement von FDP-Kandidat Stefan Nünlist. Er liegt ebenso weit hinter dem Spitzen-Trio zurück wie der Grüne Felix Wettstein. Bitterer noch für die Freisinnigen: Die Wahlumfrage sagt der FDP auch bei den Nationalratswahlen Verluste voraus.

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