Spitex Verband Kanton Solothurn
Solothurner Spitexverband lanciert einen 24-Stunden-Notruf

Der Spitex Verband Kanton Solothurn führt im Januar 2014 den «Spitex-24h-Notruf» ein. Je nach Situation benachrichtigt die Notrufzentrale die Spitex oder direkt die Notdienste.

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Die Notruf-Zentrale ist rund um die Uhr erreichbar. (Symbolbild)

Die Notruf-Zentrale ist rund um die Uhr erreichbar. (Symbolbild)

Zur Verfügung gestellt

Mit einem klaren Ja zum Tätigkeitsprogramm 2014 bekräftigte die Delegiertenversammlung des Spitex-Verbandes Kanton Solothurn am Donnerstag ihr Vorhaben, am 1. Januar 2014 den Spitex-24h-Notruf einzuführen.

Jedermann könne den «Spitex-24h-Notruf» abonnieren, so der Spitex Verband Kanton Solothurn (SVKS). Damit würden die Unabhängigkeit und Selbständigkeit der Betroffenen erhöht und gleichzeitig die Angehörigen entlastet und beruhigt werden.

Geführt wird die Notrufzentrale von der Medicall AG mit Sitz in Brüttisellen. Dort würden «erfahrene, mehrsprachige Mitarbeitende am Telefon entscheiden, ob die Spitex oder ein Notdienst (Ambulanz, Polizei) aufgeboten wird», so der Verband.

Das Unternehmen ist laut Homepage noch für ganz andere Bereiche zuständig. Medicall AG bietet medizinische und technische Unterstützung (z.B. fürs Fahrzeug). Zudem kann sie auch Pflegepersonal vermitteln oder Rechnungen prüfen.

Rotes Kreuz hatte Nachsehen

Im Rennen um den Notdienst war neben der Medicall AG auch das Rote Kreuz, wie Sigrun Kuhn, Präsidentin des Verbandes, auf Anfrage sagt. Mit beiden Diensten hätten Solothurner Spitex-Organisationen schon Erfahrungen gemacht. «Die Zusammenarbeit mit der Medicall AG haben wir als Verband als geeigneter empfunden.»

Beim Spitexverband schenkt die Partnerschaft laut Kuhn finanziell nicht ein. «Der Vertrag besteht eigentlich direkt zwischen dem Kunden, der Medicall AG und der Spitex-Organisation, die den Kunden bedient.»

Vier Leaderorganisationen

Vier Spitex-Organisationen, verteilt auf den ganzen Kanton, stellen ab Januar 2014 als sogenannte Leadorganisationen den Spitex-Einsatz in der Nacht sicher: Aare-Nord, Bucheggberg, Gäu und Thierstein/Dorneckberg. Sie werden in der Nacht von der Medicall AG avisiert, wenn ein Kunde in ihrem Einsatzgebiet Hilfe braucht.

Lokale Organisationen können sich der angrenzenden Leadorganisation anschliessen. Doch noch fehlt eine Leadorganisation in Richtung Osten. «Dort konnten wir keine finden», so Kuhn. Man hoffe, dass es möglichst schnell zustande komme. «Es soll flächendeckend sein, das ist mir sehr wichtig. So dass alle am System teilhaben können.» (ldu)