Forderung
Solothurner Spitalmitarbeitende wollen Entschädigung fürs Umkleiden

Drucken
Teilen
Die Angestellten der Solothurner Spitäler fordern mit einer Postkarten-Aktion eine Entschädigung für die Umkleidezeit in Form einer Zeitgutschrift von 10 Minuten pro Dienst oder vier freien Tagen pro Jahr. (Archivbild)

Die Angestellten der Solothurner Spitäler fordern mit einer Postkarten-Aktion eine Entschädigung für die Umkleidezeit in Form einer Zeitgutschrift von 10 Minuten pro Dienst oder vier freien Tagen pro Jahr. (Archivbild)

Jil Lohse

Mitarbeitende der Solothurner Spitäler fordern, dass die Zeit fürs Umkleiden mit einer Zeitgutschrift oder freien Tagen entschädigt wird. Insgesamt sind der Geschäftsleitung am Mittwoch 916 von Angestellten unterschriebene Postkarten mit der entsprechenden Forderung überreicht worden.

Die Zeitgutschrift solle pro Dienst zehn Minuten betragen, teilte die Gewerkschaft VPOD mit. Möglich wären auch vier zusätzliche freie Tage pro Jahr. In der ganzen Schweiz hätten in den vergangenen Jahren Spitalangestellte verlangt, dass die Umkleidezeit an die Arbeitszeit angerechnet werde. Viele Spitäler hätten reagiert und würden nun die Umkleidezeit in Form von Zeitgutschriften oder freien Tagen entschädigen.

Auch in den Solothurner Spitälern laufe diese Diskussion zwischen der Geschäftsleitung auf der einen und dem VPOD und den weiteren Personalverbänden auf der anderen Seite. Im letzten Jahr führte der VPOD bei den Angestellten eine Umfrage durch. Demnach benötigen die Mitarbeitenden pro Dienst mindestens zehn und bis zu zwanzig Minuten für das Umkleiden und den Weg zur Station.

Die Geschäftsleitung könne die hohe Zahl von Postkarten der Angestellten nicht übersehen, schrieb der VPOD weiter. Sie müsse nun eine Lösung vorstellen, die von den Mitarbeitenden akzeptiert werde. (sda)

Aktuelle Nachrichten