Kosovo

Solothurner Sozialhilfebetrüger Azem Syla soll kriminelle Bande angeführt haben

Azem Syla wurde im Kosovo verhaftet. Er soll der Anführer einer 38-köpfigen Bande gewesen sein.

Azem Syla wurde im Kosovo verhaftet. Er soll der Anführer einer 38-köpfigen Bande gewesen sein.

Zwischen 2002 und 2011 bezog Azem Syla in der Schweiz fast eine halbe Million Franken. Ihm wurde damals Sozialhilfebetrug vorgeworfen. Nun wurde er im Kosovo verhaftet, weil er Anführer einer 38-köpfigen Bande gewesen sein soll.

Der ehemalige Generalstabschef der kosovarischen Befreiungsarmee wurde in der Schweiz bekannt, weil ihm Sozialhilfebetrug vorgeworfen wurde. Syla bezog zwischen 2002 und 2011 fast eine halbe Million Schweizer Franken. Er wohnte damals in Biberist. Gleichzeitig absolvierte er ein Fernstudium und baute sich eine Politikerkarriere im Kosovo auf.

2011 stoppte die Ausgleichskasse Solothurn die Zahlungen und klagte ihn wegen Betrugs an. Die Staatsanwaltschaft Solothurn entlastete ihn 2014. Abgesehen von den Ergänzungsleistungs-Geldern habe man keine Geldzuflüsse ermitteln können, hiess es im Urteil.

Wie die Sonntagszeitung meldet, wurde Syla nun im Kosovo verhaftet. Er soll der Anführer einer 38-köpfigen Bande gewesen sein, schreibt die Staatsanwaltschaft im Kosovo. Die Gruppe soll Immobilien im Wert von 30 Millionen Franken erschwindelt haben, indem sie Mittelsmänner bestochen und Dokumente gefälscht hat.

Brisant: Gemäss der kosovarischen Staatsanwaltschaft hat Syla diese Bande bereits 2006 aufgebaut. Zu dieser Zeit war er in Solothurn und hatte noch fünf Jahre Sozialhilfe bezogen.

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