Allen voran war es Volkswirtschaftsdirektorin und Frau Landammann Esther Gassler, die am Donnerstagvormittag bei der Olma-Eröffnung im St. Galler Stadttheater für strahlende Gesichter sorgte. Mit ihrer humorvollen Ansprache eroberte sie die mehrheitlich ostschweizerischen Gäste im Sturm – und in Hochdeutsch, notabene.

Die gebürtige Romanshornerin präzisierte: «Ich spreche einen Ostthurgauer Dialekt.» Es spreche doch auch für Solothurner Präzisionsarbeit, dass just in dem Jahr, in welchem der Kanton zu Gast ist, sie auch als Frau Landammann den Kanton an der Olma vertreten könne.

Man habe sich in Solothurn sehr gut auf diesen Auftritt vorbereitet, meinte Gassler weiter. Man sei erleichtert, dass die St. Galler das Solothurner Motto «Mir gäh dr Sänf drzue» genau richtig, nämlich mit einer grossen Portion Humor, verstehen würden. «Wir Solothurner haben nämlich auch etwas zu sagen, obwohl die Agrarwirtschaft in unserem Kanton nicht sehr gross ist.»

Das Motto scheint über die Solothurner Grenzen hinaus für Gesprächsstoff gesorgt zu haben. So meinte Nationalratspräsidentin Maya Graf am Rande: «Also, wir Baselbieter haben euer Motto sofort verstanden.»

Visuell erfrischend

Eingebettet wurde Gasslers Rede in musikalische Solothurner Grüsse. Das Jugend-Brass-Ensemble des Solothurner Blasmusikverbandes sorgte gleich für einen schmissigen Einstieg. Es folgten Liedermacher Ruedi Stuber und die schweigende Mehrheit mit dem Hafebar-Lied. Stimmlich und visuell erfrischend waren dann die vier Ladybirds, die – mit Ruedi Stuber als Moderator – das Solothurner Lied neu interpretierten. Illuminiert wurde die ganze Show von den tollen Panorama-Bildern über den Kanton von Markus Daeppen.

Bundespräsident Ueli Maurer war danach der mit Spannung erwartete Festredner. Er machte sich Gedanken zur «Ernährungssicherheit» in der Schweiz. Naheliegend, da für ihn als Verteidigungsminister das Thema Sicherheit in allen Bereichen wichtig ist. «Die Weltbevölkerung nimmt zu. Die Nahrungsmittelpreise steigen und die Nachfrage nach Grundnahrungsmittel ebenfalls. Er wird Zeit, dass wir über die Versorgungssicherheit in unserem Land öffentlich diskutieren.»