Es ist ein knappes Resultat, aber es ist ein Nein. Die Solothurnerinnen und Solothurner lehnen die Umsetzung der kantonalen Steuervorlage mit 51 zu 49 Prozent ab. Dies zeigt das provisorische Endergebnis. 38'282 Solothurner stimmten demnach dagegen, 36 212 dafür.

Keine Ja- oder Nein-Nester

Schwer auszumachen ist ein deutlicher regionaler Trend, wo die Vorlage abgelehnt und wo sie positiv aufgenommen wurde. In allen Amteien und Bezirken finden sich Gemeinden, die Ja sagten. Auffallend ist, dass das (insbesondere äussere) Wasseramt, die Gemeinden um Olten sowie die Gemeinden zwischen Solothurn und Grenchen Nein sagten. Die Städte Olten und Grenchen haben die Vorlage abgelehnt, Solothurn allerdings sagte mit 52 Prozent Ja. Die Vorlage will den Gewinnsteuersatz für Unternehmen von heute 21 auf 13 Prozent senken.

Niederlage für Bürgerliche, Regierung und Wirtschaftsverbände

Hinter die Vorlage gestellt hatte sich nicht nur der Regierungsrat. Auch die FDP, CVP, die Kantonsräte der SVP, GLP, BDP hatten für ein Ja plädiert. Ebenso Handelskammer und Gewerbeverband, sogar der Bauernverband stellte sich hinter die massive Steuersenkung. 

Eidgenössische Vorlage: Ja

Klarer ist das Resultat bei der eidgenössischen Vorlage zu werden: 59-Prozent der Solothurnerinnen und Solothurner haben Ja gesagt.