Heizungskontrollen
Solothurner Regierungsrat will die Heizungskontrollen besser koordinieren

Warum braucht es für die Heizungskontrolle neben dem Kaminfeger zusätzlich noch den Feuerungskontrolleur? In einer Antwort auf eine Interpellation sieht auch die Regierung Koordinationsbedarf.

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Der Kaminfeger im Einsatz.

Der Kaminfeger im Einsatz.

Hanspeter Bärtschi

Kantonsrat Rolf Sommer (SVP, Olten), fragte die Regierung in einer Interpellation, ob man die zwei Kontrollgänge nicht zusammenlegen könne, um die Hauseigentümer zu entlasten. Sommer kann die Antwort als Teilerfolg werten: Zwar teilt die Regierung die Meinung nicht, dass der Feuerungskontrolleur «absolut unnötig» sei.

Hingegen bietet sie Hand, die Aufgaben in diesem Bereich besser aufeinander abzustimmen: Die für das Kaminfegerwesen zuständige Gebäudeversicherung werde mit dem Amt für Umwelt, dem die Feuerungskontrollen unterstehen, «mögliche Massnahmen zur Vereinfachung vorschlagen und umsetzen». Alles werde mit dem freien Markt der Heizungsbranche abgestimmt.

Wahl zwischen zwei Modellen

Die Regierung bezieht in ihre Antwort auch die Servicetechniker mit ein. Kaminfeger, Feuerungskontrolleur und Servicetechniker hätten unterschiedliche Ziele, doch seien ihre Aufgaben alle zwingend. Für die amtliche Feuerungskontrolle könnten die Gemeinden zwischen zwei Modellen wählen. Die meisten hätten sich für ein teilliberalisiertes Modell entschieden: Die periodische Messung und Kontrolle erfolgt durch den amtlichen Feuerungskontrolleur, allfällige Nachkontrollen jedoch durch den Servicetechniker.

Wenige Gemeinden hätten das liberalisierte Modell gewählt. Dabei kann der Hauseigentümer entscheiden, ob er seine Heizung durch den amtlichen Kontrolleur oder den Servicetechniker prüfen lassen will; die Gemeinde überprüft dann mit Stichproben und entscheidet im Sanierungsfall. Eine eigenverantwortliche Feuerungskontrolle à la Auto-Abgaskontrolle hätte nach Ansicht der Regierung viele Nachteile. (cva)

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