Geschäftsbericht
Solothurner Pensionskasse mit 8,5 Prozent Rendite

Die kantonale Pensionskasse erzielte im vergangenen Jahr eine Rendite von 8,5 Prozent und konnte den Deckungsgrad auf 107,9 Prozent erhöhen.

Urs Moser
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12'252 aktive Versicherte sind der Pensionskasse Kanton Solothurn angeschlossen.

12'252 aktive Versicherte sind der Pensionskasse Kanton Solothurn angeschlossen.

Hanspeter Baertschi

Die Anfang Jahr verkündete frohe Botschaft bestätigt sich im definitiven Geschäftsabschluss: Die kantonale Pensionskasse PKSO steht auf soliden Beinen. Das gute Börsenjahr bescherte ihr eine Rendite von 8,5 Prozent, was einem Vermögensertrag von gut 400 Millionen entspricht. Die PKSO verwaltet heute Vermögensanlagen von über 5 Milliarden Franken. Mit dem guten Ergebnis des letzten Jahrs erhöhte sich der Deckungsgrad um 4,4 Prozentpunkte auf 107,9 Prozent.

Das Alterskapital wird dieses Jahr zu 1,5 Prozent und nicht nur zum BVG-Mindestsatz von einem Prozent verzinst. Und für die Versicherten liegt auch eine Abfederung der Senkung des Umwandlungssatzes drin. «Wir dürfen wirklich auf ein gutes Jahr zurückblicken», zog Landammann Roland Heim als Präsident der Verwaltungskommission bei der Präsentation des Geschäftsberichts Bilanz. Direktor Reto Bachmann kann sich selbst loben: «Wir dürfen uns effizient und kostengünstig nennen.»

Wichtige Schwankungsreserven

Dank dem guten Abschluss konnten auch die Wertschwankungsreserven um 212 auf 371 Millionen Franken erhöht werden. Eine wichtige Grösse, denn die festverzinslichen Anlagen spielen im aktuellen Umfeld kaum noch eine Rolle und die Börse brummt nicht immer so wie letztes Jahr. Es zeige sich zwar, dass die Rendite über einen längeren Zeitpunkt betrachtet eigentlich immer ausreichend ist, die Herausforderung bestehe aber darin, Schwankungen auszuhalten, so Alois Müller, Präsident des Anlageausschusses.

Und so positiv das Ergebnis des letzten Geschäftsjahrs auch sein mag: Hier ist die PKSO noch ein grosses Stück von dem Punkt weg, an dem sie stehen sollte. Die aktuellen Wertschwankungsreserven liegen noch über 50 Prozent unter dem Soll, sie sollten so um die 800 Millionen betragen. Es müssten also noch ein paar ähnlich gute Abschlüsse wie der letzte folgen, um das Ziel zu erreichen. Und im Moment sieht es an der Börse nicht gerade toll aus, die Rendite von 2017 war die zweithöchste der letzten acht Jahre.

Anschlussmitglieder überzeugt

Was Roland Heim hingegen freut: Es hätten sich wichtige Gemeinden, in denen ein Wechsel diskutiert wurde, wieder für einen Anschluss an die PKSO entschieden. Neben dem Personal der kantonalen Verwaltung, der kantonalen Schulen, der Solothurner Spitäler AG und den Volksschullehrkräften sind unter anderem auch die Angestellten von 35 Einwohner-, Bürger- und Kirchgemeinden bei der PKSO versichert.

Die Abwanderung von Anschlussmitgliedern war ein Problem nach der Ausfinanzierung vor drei Jahren. Man reagierte darauf mit einem Strategieprojekt, um flexibler auf die Bedürfnisse der Anschlussmitglieder eingehen zu können. Detailliertere Informationen zu neuen Angeboten und Versicherungsmodellen waren eigentlich für die Präsentation des Geschäftsabschlusses in Aussicht gestellt worden. Man sei aber noch etwas in Verzug, so Roland Heim, insbesondere scheinen sich rechtliche Abklärungen als komplex herauszustellen.

Aktuell zählt die PKSO rund 12'000 Aktive und rund 5500 Rentner zu ihren Versicherten. Wie für alle Vorsorgeeinrichtungen stellt die demografische Entwicklung, die mit der Lebenserwartung stetig steigende Renten-Bezugsdauer, für sie eine besondere Herausforderung dar.

Heute kommen bei der PKSO 2,17 aktive Versicherte auf einen Rentenbezüger, vor zehn Jahren waren es noch 2,85. Im vergangenen Jahr zahlte die PKSO Rentenleistungen um die 170 Millionen aus.

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