Auftrag abgelehnt
Solothurner Oldtimerfahrer sollen nicht günstiger fahren

Wer einen Oldtimer fährt, der soll auch künftig genau gleich viel Motorfahrzeugsteuern bezahlen wie die anderen Autofahrer. Dieser Ansicht ist der Regierungsrat. Er empfiehlt einen Auftrag von SVP-Kantonsrat Richard Aschberger zur Ablehnung.

Lucien Fluri
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Oldtimer sind eher selten auf den Strassen zu sehen. So viele auf einmal sowieso. (Archiv)

Oldtimer sind eher selten auf den Strassen zu sehen. So viele auf einmal sowieso. (Archiv)

Aargauer Zeitung

Der Grenchner Politiker fordert, die Motofahrzeugsteuer für Veteranenfahrzeuge um 80 Prozent zu senken. Aschberger findet es «nicht korrekt», dass die Oldtimer als «mobile und erwiesenermassen gepflegte Kulturgüter bei den Abgaben genau gleich» behandelt werden wie moderne Fahrzeuge.

Schliesslich seien sie nur selten auf der Strasse unterwegs. Wer seinen Oldtimer als Veteranenfahrzeug registriert, darf nämlich nicht mehr als 3000 Kilometer jährlich fahren. Zudem gibt es Anforderungen an den Zustand oder die Originalität des mindestens 30 Jahre alten Fahrzeuges. Mit dem Veteranenstatus erhalten Oldtimerfahrer heute allerdings schon ein Privileg. Sie müssen nur alle sechs Jahre zur Kontrolle.

Im Kanton sind 3427 Veteranenfahrzeuge immatrikuliert. Ihre Halter zahlten 2017 rund 635'000 Franken, wie der Regierungsrat nun festhält. «Bei einer Senkung der Steuern um 80 Prozent würden dem Kanton Steuererträge in der Höhe von rund 508'000 Franken entgehen», heisst es nun.

Der Regierungsrat hält fest, dass Veteranenfahrzeuge bereits heute – privilegiert – mit Wechselschildern betrieben werden können. Es dürfen nämlich mehr als zwei Oldtimer auf ein Kennzeichen zugelassen werden.