Empfang des Dalai Lama

Solothurner Nationalrat: «Dalai Lama wirkte friedfertig und weise»

Zu diesem Bild twitterte Stefan Müller-Altermatt: «Gleicher Haarschnitt!»

Zu diesem Bild twitterte Stefan Müller-Altermatt: «Gleicher Haarschnitt!»

Der Solothurner Nationalrat Stefan Müller-Altermatt war mit dabei, als am Dienstag der Dalai Lama in Bundesbern empfangen wurde. Er erlebte das geistige Oberhaupt Tibets als charismatische und volksnahe Persönlichkeit.

Zu Hunderten begrüssten Menschen auf dem Bundesplatz frenetisch den Besuch des Dalai Lamas. Dort nahm am Dienstag die Nationalratspräsidentin Maya Graf zusammen mit der parlamentarischen Gruppe Tibet das geistige Oberhaupt von Tibet in Empfang. Mittendrin der Solothurner Nationalrat Stefan Müller-Altermatt. Voller Vorfreude twitterte er am gleichen Tag: «Wenn das Highlight einer Sondersession ein Besucher ist: Ich freu mich riesig auf den Besuch des Dalai Lama.»

Er sei gespannt gewesen ob der Dalai Lama «live» genauso friedfertig und weise wirke. «Das tat er dann auch tatsächlich», erklärt Müller-Altermatt auf Anfrage, «Es ist auch nicht absolut alltäglich, dass man eine Person der Weltöffentlichkeit trifft. So stand dann auch zunächst vor allem der Respekt gegenüber dem Nobelpreisträger im Vordergrund. Respekt vor einem Menschen der durch seinen gewaltfreien Widerstand schon sehr viel geleistet und erreicht hat.»

«Distanz wurde sehr schnell kleiner»

Das mehrteilige Treffen bestand aus einem offiziellen Teil im Parlamentsgebäude, einem Gespräch der parlamentarischen Gruppe Tibet zusammen mit dem Dalai Lama hinter verschlossenen Türen und einer Pressekonferenz. An dieser vertrat Müller-Altermatt die CVP/EVP Fraktion. «Im Laufe des Treffens wurde dann die Distanz», laut Müller-Altermatt, «sehr schnell kleiner. Dies weil man merkt, dass der Dalai Lama zwar eine extrem charismatische, gleichzeitig aber auch sehr einfache, volksnahe Person ist.» So ist Müller-Altermatt der Ansicht, dass «Charisma und Einfachheit» wohl auch «das Spezielle an ihm» seien.

Trotz kleinerer Distanz: «Im direkten Gespräch lag nicht mehr drin als die Begrüssung und die Verabschiedung, bei welcher der Dalai Lama mir noch eine Khata (rituellen, tibetischen Schal) umgehängt hat», erzählt der Solothurner Nationalrat.

«Selbstbestimmung für das tibetische Volk»

Auf die Frage was er aus der Begegnung persönlich mitnehme, spricht Müller-Altermatt sowohl den persönlichen Eindruck an als auch «den einen oder anderen politischen Input zum Tibet-Konflikt.» Bei diesem Punkt fordere er «etwas ganz Einfaches: Selbstbestimmung für das tibetische Volk.» Die Tibeter hätten heute weder die Menschenrechte die ihnen zustehen, noch demokratischen Freiheiten. «Die Schweiz verhandelt derzeit mit China über ein Freihandelsabkommen. Für mich ist klar, dass mein Land, welches sich selber auch gewisse moralische Massstäbe setzt, in solchen Gesprächen auch diese Punkte ansprechen muss.» Müller-Altermatt kommt zum Schluss, dass man solche Punkte eben auch gerade unter Freunden diskutieren könne, so habe es im Übrigen auch der Dalai Lama empfohlen.

Meistgesehen

Artboard 1