Vernetzung. Das ist die Hauptaufgabe des Solothurner Museumsverbundes Musesol mit Sitz in Grenchen. Ihm gehören über 50 Museen aus dem ganzen Kanton an, die so miteinander verbunden werden und gemeinsam gegen aussen auftreten.

Diese Vernetzung soll jetzt auch digital gestärkt werden: mit einer neuen Software. Laut Lukas Walter, Präsident von Musesol, können damit Museums-Inventare, das heisst Kunstwerke und Ausstellungsobjekte, online erfasst und dann auch via einer Internetplattform abgefragt werden. Das noch schriftlich auf «Zetteli» festzuhalten, ist laut Walter nicht mehr zeitgemäss.

Suchportal für spezielle Stücke

Laut Walter wird diese Software bereits im Kanton Baselland verwendet. Letztes Jahr haben die Software bereits zwei Solothurner Museen versuchshalber übernommen. Beim kulturhistorischen Museum Grenchen und dem Keramikmuseum Matzendorf habe das gut funktioniert. Nun würden noch 15 bis 20 weitere Musesol-Mitglieder die Software übernehmen wollen. «So soll schliesslich ein ganzes Portal entstehen», erklärt der Musesol-Präsident. Nicht nur für den ganzen Kanton Solothurn, sondern für die gesamte Nordwestschweiz.

Dies soll schliesslich auch mehr Besucher anlocken. Diese können online nach Ausstellungsstücken suchen und erfahren, welche speziellen Kusntwerke gerade in welchem Museum zu sehen sind.

So funktioniert dies bereits im Kanton Baselland, der alle Kulturgüter in solch einem Portal erfasst hat. Dort fragte sogar schon das Team von Filmemacher Peter Jackson, etwa bekannt für die Filmtrilogie «Der Herr der Ringe», wegen eines Bildes an. Dieses wollten sie für einen Filmdreh brauchen – und hatten es via Plattform gefunden.

Zeitintensives Projekt

Die Software sei eine «praktikable und zukunftsgerichtete Variante, erklärt Walter. «So können wir auch kleinere Museen vernetzen», so der Musesol-Präsident. Dort liege aber auch die Knacknuss. Die Software an sich sei zwar nicht sehr kostspielig – so kostet es etwa 500 Franken im Jahr, sie «Up to date» zu halten. Das Inventar aber auch online zu erfassen und regelmässig nachzuführen, kostet Zeit und braucht auch Arbeitskräfte, die sich darum kümmern.

Musesol unterstütze – gerade auch die kleineren – Museen aber dabei. Momentan sei man dabei, das Ganze «aufzugleisen», so Walter. Ziel ist es, dass rund zehn Museen in den nächsten fünf Jahren die Software einrichten. Bis circa 2028, sollen dann die restlichen interessierten Musesol-Mitglieder mitziehen.