Das Ziel der Reform sei es, eine massvolle Solidarität zwischen den finanzstarken und den finanzschwachen Kirchgemeinden zu erreichen, teilte der Regierungsrat am Donnerstag mit. Der Kanton zählt 99 Kirchgemeinden mit rund 150'000 Mitgliedern.

Die Kirchgemeinden sollen deutlich weniger Geld als bisher aus der Finanzausgleichssteuer erhalten. Die Deckelung auf 10 Millionen Franken pro Jahr war im Sparprogramm des Kantons von 2014 vorgesehen. Der Regierungsrat möchte die Kürzung nun umsetzen.

Er sichert den Kirchgemeinden jedoch zu, dass sie auch nach einer Reform zum Unternehmenssteuerrecht eine Summe von 10 Millionen Franken erhielten. Es gehe um die Würdigung der gesellschaftlichen Leistungen, welche die drei Landeskirchen etwa im Bereich der Spitalseelsorge für die Bevölkerung erbrächten.

Downloadpdf - 386 kB

Ausgleich des Steuerfusses

Der Vorschlag des Regierungsrats sieht vor, dass bei den Kirchgemeinden neu ein rein steuerkraftbasiertes Ausgleichssystem mit einer Mindestausstattung zur Anwendung kommt. Der bisherige Grundaufbau des Finanzausgleichs Kirchen soll beibehalten werden.

Ein Teil der verfügbaren Mittel wird gemäss Vorschlag für den finanziellen Steuerfussausgleich unter den Kirchgemeinden verwendet, während der andere Teil zur Finanzierung von kantonalen und regionalen Leistungen der Landeskirchen dient.

Das neue Regime soll nach der Beratung im Kantonsrat auf das Jahr 2020 in Kraft treten.