Am Silvester kehrten rund 90 Jugendliche aus den zwei J+S-Schneesportlagern im Lötschental und in den Flumserbergen zu ihren Eltern zurück. Im Wallis wie im Sarganserland waren die Leiterinnen und Leiter im Besonderen wegen des zurzeit fast landesweit herrschenden Schneemangels gefordert. 

Improvisieren und Programmänderungen durch die Leiterteams gehörten an beiden Orten zum Alltag.

Ein Besuch dieser Zeitung in der Altjahrswoche auf der Lauchernalp machte schnell klar, dass zum Beispiel an eine Schlittenfahrt nach Blatten hinunter nicht zu denken war.

Die täglich fast sommerlichen Temperaturen setzten dem spärlichen Schnee an den meist sonnigen Hängen noch zusätzlich zu, sodass sich der erfahrene Lagerleiter Pascal Bussmann zusammen mit seiner Crew entschloss, die für den Freitag vorgesehene Lager-«Olympiade» kurzerhand auf den Mittwoch vorzuverschieben.

Positives Echo aufs Handyverbot

In Absprache mit den Eltern hatte das Leiterteam im Lötschental einen seit längerer Zeit diskutierten Verzicht auf Handys im Lager erfolgreich in die Tat umgesetzt. «Es hat sich im Lager niemand darüber beklagt. Im Gegenteil. Das Echo unter den Kids war sogar positiv.»

So blieb mehr Zeit für Spiele und Gespräche. Am Dienstagabend hatte man sogar Zeit für einen Filmabend. Die Mehrheit entschied sich für den Spielfilm «Mein Freund der Wasserdrache».

Trotz den prekären Schneeverhältnissen kam die Ausbildung sowohl mit den Skis als auch dem Board nicht zu kurz, zog Lagerleiter Pascal Bussmann am Ende des Lagers ein positives Fazit.

Die Kantonale Sportfachstelle Solothurn ist bemüht, immer wieder ganz junge Leute zu rekrutieren, um in Leiterkursen das Rüstzeug zu erarbeiten, um sich später in polysportiven Lagern zu bewähren.

Um in den beiden Lagern in der Altjahrswoche optimal funktionieren zu können, standen nicht weniger als 25 Leiterinnen und Leiter plus vier Küchenleute im Einsatz. Im Lötschental war bei den Leitern auch Jonas M’Barki aus Wangen an der Aare einer von ihnen.

Bereits vor sechs Jahren war er erstmals im Lötschental als Lagerteilnehmer dabei. Mit 16 absolvierte er seinen Leiterkurs und vor Jahresfrist stand er erstmals als solcher im Einsatz.

Letzte Woche leitete er zusammen mit der erfahrenen Luzerner Psychologin Rahel Fähndrich, bei der er vor einigen Jahren sogar als Lagerteilnehmer dabei war, eine Gruppe. «Ich habe von ihr in dieser Woche sehr viel profitieren können», schaut der Wangner zurück.

Der für J+S nur im Winter zur Verfügung stehende Gymnasiast spielt im FC Wangen Fussball und ist zudem Pfadiführer.