Vereidigung
Solothurner Kantonspolizei steht jetzt mit 12 neuen Polizisten im Einsatz

An der feierlichen Brevetierung haben in Solothurn zwölf Polizeianwärter das Gelöbnis abgelegt. Nach einer intensiven Ausbildung nehmen sie nun den uniformierten Dienst bei der Kantonspolizei Solothurn auf.

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Die frisch vereidigten Kantonspolizisten.

Die frisch vereidigten Kantonspolizisten.

Kapo SO

In Solothurn haben am Dienstagnachmittag fünf neue Polizistinnen und sieben neue Polizisten das Gelöbnis auf die Verfassung abgelegt. Die feierliche Brevetierung fand im Beisein von zahlreichen Vertretern aus der Politik, von Behörden, der Polizei und von Angehörigen in der Franziskanerkirche statt. Musikalisch umrahmt wurde die Feier von dem Spiel der Kantonspolizei Solothurn.

«Ein schöner Beruf»

Im Namen des Kantons gratulierte Regierungsrat Peter Gomm den Polizistinnen und Polizisten zur bestandenen Ausbildung und zur Berufswahl. «Sicherheit ist eines der wichtigsten Grundbedürfnisse der Menschen», betonte Gomm. Der Beruf erfordere aber viel Geduld, Gelassenheit sowie Bestimmtheit und persönliche Reife.

Es sei ein schöner Beruf, unterstrich er, sinnstiftend, dankbar und toll. «Toll, wie Sie in einem Korps ihre Arbeit verrichten werden, das in der ganzen Schweiz dafür bekannt ist, dass es sehr gut funktioniert und ein gutes Arbeitsklima aufweist».

Jede Situation ist anders

Thomas Zuber, Kommandant der Kantonspolizei, zeigte sich sichtlich stolz, dass die neuen Polizistinnen und Polizisten die Schule mit sehr guten Noten abgeschlossen haben. «Sie haben einen Beruf gewählt, bei dem man sich nicht verstecken kann», bekräftigte Zuber. «Aufgabe der Polizei sei es, immer zu helfen - auch wenn es auf den ersten Blick nicht so aussehe und man dauernd im Schaufenster der Öffentlichkeit stehe. «Wir helfen mit, dass die Gesellschaft funktioniert», so Zuber.

Dabei müsse sich das Handeln der Polizei immer an jeweiligen Verhältnissen in einer konkreten Situation ausrichten. «Wenn wir verhältnismässig handeln, dann passt es auch», betonte Zuber. Für die Polizei aber gebe es keine Standardsituation, kein schwarz-weiss, kein Schema F, kein Patentrezept. «Jede Situation ist anders. Daher erfordert unserer Arbeit jeden Tag neu Unvoreingenommenheit, Flexibilität und einen gesunden Menschenverstand», so Zuber.

«Ich geloben es»

Mit dem Vorsprechen des Amtsgelübdes leitete er die eigentliche Brevetierung ein: «Ich gelobe, die Verfassung und Gesetze zu beachten, meine Amtspflichten nach bestem Wissen und Gewissen zu erfüllen, alles zu tun, was das Wohl unseres Staatswesens fördert und alles zu unterlassen, was ihm schadet.» Mit einem kräftigen «Ich gelobe es» antworteten die Brevetierten.

Über den gesenkten Korpsfahnen der Kantonspolizei Solothurn überreichte Kommandant Thomas Zuber schliesslich den jungen Polizisten die Ernennungsurkunden. Die zwölf Mitarbeiter starteten im Februar 2012 die Ausbildung, die zum Teil an der interkantonalen Polizeischule in Hitzkirch stattfindet. Alle haben die eidgenössische Berufsprüfung im Dezember 2012 erfolgreich bestanden. (mgt)