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Solothurner Jugendpolittag: Noch sind Plätze frei – und Ideen gesucht

Am Jugendpolittag arbeiten die Teilnehmenden gemeinsam mit Politikerinnen und Politikern Ideen aus, um sie anschliessend im Kantonsratssaal vorzustellen.

Am 6. November diskutieren Solothurner Jugendliche im Rathaus verschiedene Ideen. Noch sind für den diesjährigen Jugendpolittag letzte Plätze frei. Auch Anliegen können online noch eingegeben werden. Die Frist wäre eigentlich schon abgelaufen, wurde nun aber verlängert.

Auf den Stühlen der Solothurner Kantonsräte im Rathaus sitzen, mit aktiven Politikern über aktuelle Themen diskutieren, erste Ideen zu einer richtigen Vorlage ausarbeiten. Diese Möglichkeit haben Jugendliche aus dem ganzen Kanton am Solothurner Jugendpolittag, der am 6. November zum 12. Mal stattfindet.

Die Anliegen konnten Jugendliche Online eingeben bis zum 7. Oktober – theoretisch. Nun habe man aber die Frist verlängert, wie die Medienbeauftragte Mirja Mätzener erklärt. «Es waren ja Herbstferien – da ging der Termin bei den einen oder anderen vielleicht vergessen», sagt sie. Nun ist noch bis zum 23. Oktober Zeit, ein Anliegen online zu erfassen, über welches am Jugendpolittag diskutiert werden soll. 19 Anliegen sind es bis jetzt.

Laut Mätzener geht es jeweils immer wieder um die selben Themen: Der öffentliche Verkehr beschäftigt die Jugendlichen etwa, öfters geht es etwa um folgenden Punkt: «Ab 16 gelten die Billettpreise für Erwachsene – und viele kommen dann halt erst aus der Schule.»

Nebst Ideen für günstigere Zugbilletts finden sich aber auch Forderungen nach mehr Klimaschutz. Auch die Themen Hausärztemangel interessieren die Jugendlichen. Mit einem weiteren Anliegen wird gefordert, dass Menschen, die sich aufgrund von Arbeitsunfähigkeit vorzeitig pensionieren lassen möchten, besser darauf kontrolliert werden, ob sie auch wirklich nicht mehr arbeiten können.

Insgesamt 100 Jugendliche können jeweils am Polittag teilnehmen. Bisher haben sich gemäss Mediensprecherin 90 angemeldet – vorwiegend handelt es sich um Klassen, die von ihrer Lehrperson angemeldet wurden. 17 Jugendliche haben sich selbstständig angemeldet.

Werden die Anliegen auch weitergezogen?

Die Jugendlichen werden am 6. November von Solothurner Kantonsrätinnen und Kantonsräten begleitet. Stand jetzt nehmen 16 Parlamentarier am Jugendpolittag teil.

In Gruppen werden die Jugendlichen an verschiedenen Themen arbeiten, sich schliesslich mit einzelnen Kantonsräten und dann im Plenum über ihre Forderungen austauschen. Und was dann? Laut Mediensprecherin Mätzener fehlen dem Team des Jugendpolittags die Ressourcen, um die Ideen weiterzuverfolgen. Man vermittle lediglich den Kontakt zwischen Jugendlichen und Politikern und hoffe dann auf deren Engagement, so dass Ideen vielleicht weitergezogen werden.

Immerhin: Die Organisatorinnen des Jugendpolittags berichten, dass diesen Herbst ein Treffen zwischen Regierungsrat Remo Ankli und einer Gruppe Jugendlicher des letztjährigen Polittags stattgefunden hat. Es ging unter anderem um Sparmassnahmen im Bildungsbereich.

Hier können sich interessierte Jugendliche noch anmelden, bzw. ihre Ideen für den Jugendpolittag eintragen.

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