Missbrauchsskandale in der Kirche und Homosexualität hätten einen Zusammenhang – mit dieser Aussage löste der Churer Weihbischof Marian Eleganti Diskussionen in und um die Kirche aus. Nun nehmen die Jungwacht Blauring (Jubla) Kanton Solothurn und die kantonale kirchliche Fachstelle Jugend (Juse) Stellung.

Man verurteile «den sexuellen Missbrauch und ausdrücklich auch den Machtmissbrauch, der damit einhergeht, aufs Schärfste». Aber: «Auf keinen Fall dürfen die Themen Homosexualität, Pädophilie und Missbrauch miteinander verknüpft werden.» Als Jugendfachstelle mit katholischem Hintergrund distanziere man sich von solchen Äusserungen.

Man beobachte mit Unverständnis, dass die Debatte «mit populistischen Argumenten gefüttert» werde. In der Diskussion verschwinde das Thema Machtmissbrauch. Als Jubla und Juse setze man sich für Offenheit in der Jugendarbeit ein, um «ungewollte Grenzüberschreitungen» frühzeitig zu erkennen und falls nötig auch juristisch zu verfolgen.

Die Juse und die Jubla rufen die römisch-katholische Kirche dazu auf, «sich den Vorgängen zu stellen». «Wir wünschen uns eine Kirche, in der alle gleich sind, eine Kirche, die akzeptiert, dass sie einen Schritt weitergehen muss und dabei aus dem Vergangenen lernt.» (mgt)