«Der Eingliederungserfolg lag 2018 auf leicht höherem Niveau als im Vorjahr», heisst es im Jahresbericht 2018 der IV-Stelle Kanton Solothurn. Konkret sei die Eingliederungsrate von 60,2 auf 61,7 Prozent gestiegen. «Dazu zählen Arbeitsplatzerhalt oder betriebsinterne Umplatzierungen, Neuanstellungen sowie abgeschlossene Ausbildungen und Umschulungen», wird erläutert. Die Eingliederungsarbeit brauche Zeit und das Engagement aller Involvierten: «Nötig sind sorgfältige Abklärungen, individuelle berufliche Massnahmen und Arbeitgebende, die Menschen mit einer Einschränkung eine Chance geben.»

Im Kanton Solothurn waren letztes Jahr gemäss IV-Jahresbericht 7799 Menschen (97 weniger als im Vorjahr) auf eine IV-Rente angewiesen. Rund 4 Prozent der IV-Rentnerinnen und IV-Rentner sind jünger als 25 Jahre. Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 677 Neurenten zugesprochen; 45 mehr als noch im Vorjahr. «Die IV gewährt in erster Linie Eingliederungsmassnahmen», wird die Praxis erläutert: «Erst wenn die Erwerbsfähigkeit nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederhergestellt werden kann, wird der Anspruch auf eine Rente geprüft.»

Aufgedeckter Missbrauch: 5,3 Mio. eingespart

Im letzten Jahr gingen bei der IV-Stelle Solothurn 85 (Vorjahr: 92) Betrugsverdacht-Meldungen ein, wird das Thema Versicherungsmissbrauch bilanziert. In 28 (30) Fällen habe dies zu einer Reduktion/Aufhebung/Verweigerung von Leistungen geführt; in 30 (25) habe sich der Verdacht nicht erhärten lassen und in 4 (2) Fällen seien gegen die betreffenden Personen Strafanzeigen eingereicht worden. Daraus resultierten Gesamteinsparungen von 5,35 Mio. Franken, wie ausgeführt wird: «Dieser Betrag ist hochgerechnet auf Zahlungen, die die IV-Stelle bis zum Pensionsalter der betreffenden Personen hätte leisten müssen.»

In den 175 (Vorjahr: 164) angefochtenen Entscheiden erhielt die IV-Stelle erstinstanzlich in 99 Fällen recht, in 29 teilweise; 25 Fälle wurden zur Neubeurteilung an die IV zurückgewiesen und 22 Beschwerden wurden gutgeheissen. In den 24 (15) vom Bundesgericht zu beurteilenden Entscheiden obsiegte die IV Stelle in 20 Fällen, in 3 teilweise und in 1 Fall unterlag sie. (ums.)