Corona-Virus

Solothurner in China: «Ich komme mir vor wie in ­einem Horrorfilm»

Das Corona-Virus bringt das öffentliche Leben in Städten wie Peking zum Erliegen. (Archiv)

Das Corona-Virus bringt das öffentliche Leben in Städten wie Peking zum Erliegen. (Archiv)

Ein 71-jähriger Solothurner sitzt wegen dem Corona-Virus in einer südchinesischen Ferienstadt fest.

Rund 3500 Schweizer sind laut dem Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten in China gemeldet. In der derzeitigen Ausnahmesituation wegen des Coronavirus und der Massnahmen zur Eindämmung desselben sind sie alle betroffen. Der 71-jährige Solothurner Rolf weilt derzeit in China. Laut «Blick» war dieser früher in China tätig und verbringt nun jeweils die Wintermonate in der südchinesischen Stadt Sanya auf der Insel Hainan.

Bereits seit 35 Jahren reist er in die Ferienstadt. Zuletzt im November 2019. Mit dem chinesischen Neujahr war die Ferienstimmung aber vorbei. Das Coronavirus breitete sich im Süden aus.

Rolf hat einen Durchgangspass erhalten und ist dennoch an seine Wohnung gebunden. «Ich bewege mich kaum noch ausserhalb des Hauses», erzählt er gegenüber der Boulevardzeitung. Seine Siedlung dürfe er nur alle zwei Tage einmal zum Einkaufen verlassen. Immer getragen werden muss eine Gesichtsmaske. Und stets gibts Kontrollen vor dem Markteingang. Es wird Fieber gemessen und die Pässe werden kontrolliert. 

Obwohl die Stadt Sanya 2000 Kilometer von Wuhan entfernt liege, habe es hier Tote gegeben, erzählt der Solothurner. Er spricht von fast 200 Krankheitsfällen.

Die Strassen seien leer, das Leben fast zum Stillstand gekommen. «Ich komme mir vor wie in ­einem Horrorfilm», erzählt er. Der 71-Jährige will dies hinter sich lassen. Schon vier Mal buchte er einen Flug zurück in die Schweiz. Die Flüge wurden aber jeweils storniert. Das Geld gabs nicht zurück. Sein nächster Heimkehr-Versuch ist Ende März. (ldu)

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