Prügel-Opfer
Solothurner in Bulgarien verprügelt - Krankenkasse verweigert Heimtransport

In der Silvesternacht wird Michel Gasser in Bulgarien an einer Party heftig verprügelt. Die Behandlung im Spital ist mehr schlecht als recht, eine Rückführung in die Schweiz kommt für die Krankenkasse aber nicht infrage.

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Eigentlich wollte Michel Gasser in Bulgarien seine Mutter besuchen. Sein Aufenthalt endete aber im Spital. Der Solothurner wurde an einer Silvesterparty verprügelt und mit schweren Kopfverletzungen und bewusstlos ins Spital eingeliefert.

Bewusstlos ist er nicht mehr, die Behandlung lässt aber laut seiner Schwester Jasmin Gasser zu wünschen übrig, wie sie gegenüber «TeleM1» sagt. «Für mich ist es deutsch gesagt ein Saustall. Es ist unhygienisch. Es ist dreckig. Die Matratze ist voller Blut, die Leintücher sind verrissen.» Über den genauen Gesundheitszustand weiss die Schwester nicht Bescheid. Nicht einmal die Ärzte in Bulgarien hätten eine Ahnung, meint sie.

Obwohl Michel Gasser eine Zusatzversicherung hat, die Krankentransporte im Ausland bezahlt, sieht seine Krankenkasse Swica keinen Grund, ihn in die Schweiz zu fliegen. «Wenn in solchen Fällen jedes Mal ein Ambulanz-Jet der Rega zum Einsatz käme, würden die Kosten für alle Versicherten massiv ansteigen», nimmt die Swica Stellung. Auch würde der gesundheitliche Zustand eine Rückführung nicht nötig machen. (ldu)