Coronavirus
Solothurner Impfzentren öffnen trotz Engpass wie geplant

Die Impfzentren in Olten und Breitenbach sollen wie geplant eröffnet werden, notfalls wird die Strategie aber angepasst.

Rebekka Balzarini
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Noch wird in den Impfzentren geimpft wie geplant.

Noch wird in den Impfzentren geimpft wie geplant.

Hanspeter Bärtschi

Die Impfkampagne im Kampf gegen das Coronavirus ist die grösste Impfkampagne, die im Kanton je durchgeführt wurde. Stand gestern wurden laut der Verwaltung im Impfzentrum, in den Alters- und Pflegeheimen und in einzelnen Hausarztpraxen 13’537 Impfdosen verabreicht.

Mittlerweile ist die Freude über den Impfstart im Kanton aber etwas getrübt, der Grund dafür ist ein Mangel an Impfdosen in der Schweiz.

Zuerst wurde bekannt, dass vom Impfstoff des Unternehmens Pfizer/Biontech weniger Impfdosen geliefert werden als geplant. Und nun gibt es auch beim zweiten bisher in der Schweiz zugelassenen Impfstoff einen Engpass: Das BAG bestätigte gegenüber verschiedenen Medien, dass es beim Moderna-Impfstoff einen Lieferverzögerungen gebe.

Laut der Zeitung «NZZ» müssen verschiedene Kantone ihre Impfpläne ändern: Der Kanton Neuenburg überlegt sich laut der Zeitung, die für nächste Woche geplante Eröffnung eines Impfzentrums zu verschieben. Der Kanton Genf schliess drei der sechs Impfzentren vorübergehend.

Wenig Informationen über Auswirkungen im Kanton

So weit wird es im Kanton voraussichtlich nicht kommen. «Die Impfzentren in Breitenbach und Olten können planmässig am 8. Februar eröffnet werden», schreibt David Kummer, der Kommunikationsverantwortliche des Fachstabs Pandemie. Ausserdem könne der Kanton zum heutigen Zeitpunkt sicherstellen, dass die Zweitimpfungen innert der medizinisch empfohlenen Zeitspanne verabreicht werden können.

Ob Termine für Erstimpfungen, die bisher vergeben wurden, verschoben werden müssen, gab die Verwaltung nicht bekannt. Klar ist aber, dass auch der Kanton von dem Lieferengpass betroffen ist. «Wegen den Lieferengpässen bei den Impfstoffen von PfizerBionTech und Moderna wird auch der Kanton Solothurn vorübergehend weniger Impfdosen erhalten. Die kantonale Impfplanung wird laufend überprüft und nötigenfalls angepasst.»

Wie viel weniger Impfdosen als geplant der Kanton bisher erhalten hat, und wie viele Impfdosen im Vergleich zur ursprünglichen Planung fehlen werden, gab die Verwaltung ebenfalls nicht bekannt.

Eine Medienmitteilung, die über das Thema informieren sollte und ursprünglich für Ende Woche in Aussicht gestellt wurde, soll nun am Montag verschickt werden.

Dass die Situation für den Kanton in Bezug auf die Impfdosen nicht ganz einfach ist, zeigte ein Votum der Gesundheitsdirektorin Susanne Schaffner im Rahmen der Kantonsratssession am Mittwoch: Es sei weniger Impfstoff geliefert worden als versprochen, und es sei von Seite des Bundes nicht klar kommuniziert, wie viele Dosen der Kanton erhalte.

Schaffner betonte aber auch: Kritische Institutionen wie Alters- und Pflegeheime würden bis Mitte Februar mit einer zweiten Impfung versorgt. «Wir verimpfen, was wir haben», sagte Schaffner. «Mehr können wir nicht tun.»