Die Einwohnerinnen und Einwohner des Kantons Solothurn vertrauten im Jahr 2015 141'678 Franken der CBM Christoffel Blindenmission an.

Dieser Betrag kann 2'834 Operationen am Grauen Star gleichgesetzt werden, die erblindeten Menschen in Armutsgebieten die Sehkraft zurückbringen, heisst es in einer Medienmitteilung der CBM (Christoffel Blindenmission) Schweiz.

Durchblick dank Kunstlinsen

Von den weltweit 39 Millionen Blinden leben rund 90 Prozent in den Entwicklungsgebieten. Von ihnen ist jeder zweite am heilbaren Grauen Star (Katarakt) erblindet. Die alte, trübe Linse zu entfernen und eine künstliche einzusetzen kostet umgerechnet nur gerade fünfzig Franken.

Rund 15 Minuten dauert die Operation, die Betroffene wieder sehen lässt. Eine solche ist aber für die in Armut lebenden Familien unerschwinglich. Aus Spenden ermöglichte die weltweite CBM letztes Jahr 673'000 Augenoperationen. Seit genau 50 Jahren ermöglichen Spender und Spenderinnen, dass Menschen, die unnötig erblindet sind, wieder sehen können. 1966 hat die CBM ihre erste Operation am Grauen Star ermöglicht.

Ganesh kann wieder sehen

Vom Grauen Star zu heilen ist ein Schwerpunkt von «Vision 2020 – das Recht auf Sehen». Diese weltweite Kampagne zur Verhütung von Blindheit wurde von der CBM initiiert und 1999 von der Weltgesundheitsorganisation WHO gestartet. Das Ziel ist, dass niemand mehr an vermeidbarer Blindheit leiden muss. Wie zum Beispiel der elfjährige Ganesh aus Bhopal/Nordindien.

Früher wurde er für seine Ungeschicktheit oft getadelt, und die Eltern und der Lehrer fragten sich, was mit dem Jungen los ist. Erst als eine Mitarbeiterin der CBM-geförderten Klinik Sewa Sadan in der Schule Sehtests durchführt, folgt die Diagnose: Ganesh hat einen Grauen Star, den man von blossem Auge kaum sieht. Heute sieht er dank der gelungenen Operation und einer Brille wieder. In der Schule kann er endlich wieder erkennen, was an der Wandtafel vorne steht. (mgt)