Schulden
Solothurner haben eine schlechte Zahlungsmoral

Der Kanton Solothurn zählt zu den Kantonen mit den schlechtesten Zahlern. Die Schuldnerquote liegt hier bei 6,3 Prozent.

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Solothurner sind lausige Zahler.

Solothurner sind lausige Zahler.

Urs Lindt

Mehr als jeder zwanzigste Einwohner der Schweiz hat Schulden, die er nicht bedient hat. Das geht aus der aktuellen Schuldnerquote der Schweiz hervor, die vom Wirtschaftsinformationsdienst Crif jährlich erhoben wird. Die Erhebung erfasst Personen mit Betreibungen ab dem Fortsetzungsbegehren, Konkursen und Verlustscheinen. Auffallend ist nicht nur, dass in den Städten in der Regel mehr Schuldner wohnen als auf dem Land.

Auch Solothurn zählt wie schon im vergangenen Jahr zu den Kantonen mit den schlechtesten Zahlern. Die Schuldnerquote liegt hier bei 6,3 Prozent. In der Deutschschweiz ist die Zahlungsmoral nur noch im Kanton Basel-Stadt (7,3 Prozent) schlechter.

Allgemein ist die Schuldnerquote nach Angaben von Crif in den städtischen Gebieten der Schweiz höher als auf dem Land.

Die Schuldnerquote für die ganze Schweiz beträgt 5,3 Prozent. Das ist leicht tiefer als 2015, als noch 5,5 Prozent der Bevölkerung die Kriterien erfüllten. Die schlechtesten Schuldner wohnen mit 8,7 Prozent an Nichtzahlern in den Westschweizer Kantonen Neuenburg und Genf.

Am promptesten beglichen die Bewohner von Appenzell-Innerrhoden ihre Schulden. Verlustscheine, Konkurse oder Betreibungen hatten nur 1,3 Prozent von ihnen auf dem Kerbholz. (sda/sva)