Informatik-Olympiade
Solothurner gehört zu den schlausten Nachwuchsprogrammierern

Vier Gymnasiasten gewinnen Gold im Final der Schweizer Informatik-Olympiade 2017. Darunter ist auch Jan Schär aus Schönenwerd.

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Jan Schär holt Gold an der Schweizer Informatik-Olympiade
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Die Gold-Informatiker: Nicolas Camenisch, Ian Böschung, Jan Schär und Fabian Haller
Solothurner holt Gold an der Informatik-Olympiade

Jan Schär holt Gold an der Schweizer Informatik-Olympiade

zvg/Schweizer Informatik-Olympiade

Die vergangenen zwei Wochenenden hatten es in sich: Die 12 Finalisten der Informatik-Olympiade 2017 lösten 16 anspruchsvolle Programmieraufgaben, zuerst bei der Credit Suisse in Zürich, anschliessend an der Universität Bern. Seit dem Start der Olympiade im Oktober 2016 beschäftigen sich die Schüler intensiv mit Algorithmen, Programmiersprachen und Theorie.

Am Samstag, 29. April ging die Olympiade mit der Medaillenübergabe an der Universität Bern feierlich zu Ende.

Am besten abgeschnitten haben Jan Schär aus Schönenwerd (Kantonsschule Olten), Ian Boschung aus Düdingen (Collège St. Michel, FR), Fabian Haller aus Aarau Rohr (Neue Kantonsschule Aarau, AG) und Nicolas Camenisch aus Oberwil-Lieli (Kantonsschule Wettingen, AG).

Die 4 Gymnasiasten gewinnen Gold und werden die Schweiz im Sommer an der Internationalen Informatik-Olympiade IOI vertreten, wie aus einer Mitteilung des Verbands Schweizer Wissenschafts-Olympiaden hervorgeht.

Über Silber freuen sich Florian Gatignon aus Vernier (Collège de Saussure, GE), Robin Timon Hänni aus Herrenschwanden (Gymnasium Neufeld, BE), Bibin Muttappillil aus Allschwil (Gymnasium Oberwil, BL), und Ari Jordan aus Steffisburg (Gymnasium Thun Schadau, BE). Mit Bronze wurden Elias Boschung aus Düdingen (Collège St. Michel, FR), Martin Chikov aus Genf (Collège Rousseau, GE), Nicola Uetz aus Kesswil (Kantonsschule Kreuzlingen, TG) und Flums (Kantonsschule Sargans, SG) aus

Die 12 Finalisten setzten sich gegen ihre ehemals 83 Mitstreiter durch und überzeugten mit ihrem Wissen, ihren Fertigkeiten und ihrer Neugierde bereits in den ersten beiden Runden der Olympiade im November und März 2017.

Wer Wissen und Kreativität kombiniert, gewinnt

Die 16 Prüfungsaufgaben forderten die Jugendlichen heraus. «Unser Hauptziel ist, die Jugendlichen zu möglichst kreativen Lösungsansätzen zu führen», sagt Johannes Kapfhammer, ETH-Informatikstudent und Präsident der Schweizer Informatik-Olympiade. «Reines Wissen haben wir in den vorherigen Runden abgefragt, jetzt geht es hauptsächlich darum, Wissen und Kreativität zu kombinieren.»

Beispielsweise ging es bei einer der Prüfungsaufgaben darum, einen Algorithmus zu entwickeln, der die Tankkosten eines Autos auf einer Autobahnstrecke möglichst tief hält. «Zunächst muss man sich die optimale Strategie überlegen und diese beim Programmieren dann auch gut umsetzen», meint Kapfhammer.

Teheran empfängt Nachwuchsprogrammierer aus aller Welt

Im Juli wird Teheran zum Treffpunkt von begeisterten jungen Programmierern aus aller Welt. Mittelschülerinnen und Mittelschüler aus rund 90 Ländern wetteifern um Medaillen und tauschen sich aus – jenseits von Sprach-und Kulturgrenzen.

Auch die Schweiz organisiert erfolgreich internationale Wissenschafts-Olympiaden. So zum Beispiel die Internationale Physik-Olympiade 2016 in Zürich und die European Girls' Mathematical Olympiad, die am 12. April 2017 in Zürich zu Ende ging. (mgt)

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