In einem Mediencommuniqué äussert sich der Solothurnisch-kantonale Fischereiverband (SOKFV) zum zweiten Wahlgang des Regierungsrates. Darin schreibt er: «Die bürgerliche Seite wäre nun ja bereits mit drei Regierungsräten vertreten. Aus den Medien vernimmt man nun, dass die SVP zwar die Kandidatin Marianne Meister hofiert, wobei dieser Support bereits in den Amtsparteien zu bröckeln beginnt und auch bereits in den Zeitungen zu lesen ist, dass seitens der SVP eine gewisse Einsicht vorherrscht, dass die beiden fähigsten Kandidatinnen gewählt werden sollten.»

Dies sei auch die Ansicht des SOKFV, denn er fragt: «Was haben uns Fischer die letzten zwölf Jahre mit einem bürgerlichen Block in der Regierung gebracht?» Die Antwort: «Nichts als Kürzungen im finanziellen Bereich sowie die Schliessung der Fischzucht beim FV Thierstein und somit absehbar den Verlust von wertvollem Wissen.»

Kritisiert wird die bürgerliche Regierungsrätin Esther Gassler, welche «die sinnvolle Einführung eines Hegebeitrages vehement vor dem Kantonsrat bekämpft und so verhindert» habe. Unter diesen Gesichtspunkten falle es schwer, eine Kandidatur Meister zu unterstützen.

«Brigit Wyss und Susanne Schaffner stehen unseren Anliegen und Bedürfnissen doch um einiges näher, und wir denken, dass es der Solothurner Regierung auch nicht schaden kann, ein wenig soziales Gewissen, aber auch den Blick für die Umwelt mit am Tisch zu haben», so der SOKFV. Der Gesamtvorstand des Solothurnisch-kantonalen Fischereiverbandes unterstütze deshalb im zweiten Wahlgang Brigit Wyss und Susanne Schaffner. (mgt)