Konjunktur

Solothurner Exportmotor läuft auf höheren Touren

Die Solothurner Exporte sind im ersten Quartal 2016 gestiegen.

Die Solothurner Exporte sind im ersten Quartal 2016 gestiegen.

Die Solothurner Firmen haben im ersten Quartal 2016 ihre Warenausfuhren erhöhen können. Gegenüber dem Vorjahresquartal sind die Exporte um 1,7 Prozent gestiegen. Die Branchen haben sich allerdings sehr unterschiedlich entwickelt.

Trotz dem starken Franken hat sich die Solothurner Exportindustrie in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres gut gehalten. Nach Angaben der Eidgenössischen Zollverwaltung habe ein Anstieg von 1,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal resultiert, gab die Solothurner Handelskammer bekannt. Damit entwickelten sich die Warenausfuhren aus dem Kanton Solothurn leicht schwächer als die gesamten Schweizer Exporte (plus 2,4 Prozent).

 Die drei wichtigsten Solothurner Exportbranchen haben allerdings sehr unterschiedlich abgeschnitten, wie der Statistik zu entnehmen ist. Die wichtigste Warengruppe «Präzisionsinstrumente, Uhren und Bijouterie» legte um 5,1 Prozent zu. Diese Branche steuert rund 45 Prozent an die gesamten Solothurner Exporte bei. Wie die Zahlen des Verbandes der Schweizerischen Uhrenindustrie zeigen, leidet aber die Uhrenindustrie weiter.

In den ersten drei Monaten sanken deren Exporte schweizweit  um 9 Prozent. Allein im Monat März betrug das Minus 16 Prozent. «Das war das schlechteste März-Ergebnis seit 2011», schreibt der Verband. Die Verkäufe ins Ausland der Solothurner Metallindustrie nahmen um 1,4 Prozent ab, jene der Warengruppe «Maschinen, Apparate, Elektronik» um 7,3 Prozent.

 Europa Top – Asien Flop

Ebenso deutliche Unterschiede zeigt die geografische Aufteilung nach Absatzmärkten. Überraschend gut verliefen die Exporte nach Europa, trotz Euroschwäche und unsicheren Konjunkturaussichten.

Die Warenlieferungen nahmen im ersten Quartal um stolze 5,3 Prozent zu. Auch die Geschäfte mit den Kunden in Nordamerika verbesserten sich mit 4,9 Prozent sehr positiv. «Hingegen gibt der asiatische Markt Anlass zur Sorge», schreibt die Handelskammer. So sanken die Exporte nach Asien gegenüber dem Vorjahresquartal um knapp 11 Prozent.

Von einem Ende der währungsbedingten Wirtschaftskrise kann allerdings nicht ausgegangen werden. Dies lassen die Zahlen allein für den Monat März vermuten. Nach zwei guten «Bilanzen» im Januar und Februar sind die Solothurner Exporte im März um 1,5 Prozent zurückgegangen. 

Autor

Franz Schaible

Franz Schaible

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