Quartalsbericht

Solothurner Exportindustrie verzeichnet weitere Einbrüche

Die Solothurner Exportindustrie macht einen Rückgang seit Juni dieses Jahres. (Symbolbild)

Die Solothurner Exportindustrie macht einen Rückgang seit Juni dieses Jahres. (Symbolbild)

Die Exportindustrie des Kantons Solothurn läuft nicht mehr so gut, wie im ersten halben Jahr. In der Uhren- und Bijouteriebranche war der Rückgang am deutlichsten bemerkbar.

Seit Juni läuft es nicht mehr so rund in der Solothurner Exportindustrie: War die Nachfrage nach Solothurner Gütern in den ersten Monaten noch relativ sprunghaft, verzeichnete man immerhin in den ersten fünf Monaten einen Anstieg von 2,3 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode. Seit dem Sommer verbüsst die Exportindustrie jedoch deutliche Rückgänge.

So gingen die nominalen Warenausfuhren im dritten Quartal dieses Jahres gegenüber der Vorjahresperiode um 6,1 Prozent zurück. Der Einbruch zeigte sich laut Solothurner Handelskammer bei allen gewichtigen Exportbranchen und insbesondere bei den Fernmärkten.
Im Juni gingen die nominalen Warenexporte um 17,8 Prozent zurück, im Juli um 2,0, im August um 11,5, und im September musste ein Einbruch um 5,1 Prozent registriert werden. Diese letzten vier schwachen Monate führten gar dazu, dass sich das bisherige Jahresergebnis ins Negative drehte: So gingen die Ausfuhren im gesamten bisherigen Jahresverlauf um 2,9 Prozent zurück.

Betroffen sind unter anderen auch die drei wichtigsten Solothurner Exportbranchen. Wobei sich die Metallindustrie mit einem Minus von 2,4 Prozent im dritten Quartal noch am besten geschlagen hat. Die Ausfuhren in der Gruppe «Maschinen, Apparate, Elektronik» gingen um 3,2 Prozent zurück, und am stärksten macht sich der Rücklauf in der Gruppe «Präzisionsinstrumente, Uhren und Bijouterie» bemerkbar. Hier verzeichnet man einen Rückgang von 9,9 Prozent.
In dieser Zeit blieb die Nachfrage aus Europa stabil, dafür wurden aus Asien, Nordamerika und den übrigen Überseemärkten «deutliche Rückgänge» registriert. (szr)

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