Die Solothurner Exportfirmen haben im ersten Quartal 2017 gut gearbeitet. So sind die Warenausfuhren im Vergleich zum Vorjahresquartal um 6 Prozent auf 1,4 Milliarden Franken gestiegen. Dies zeigen die Zahlen der Solothurner Handelskammer. Laut den ebenfalls gestern publizierten Zahlen der Eidg. Zollverwaltung betrug die Zunahme landesweit 6,5 Prozent. Zum guten Solothurner Ergebnis hat vor allem der Monat März mit einem Plus von 11 Prozent auf fast 500 Millionen Franken beigetragen. Das ist das höchste Monatsergebnis seit Oktober 2014.

«Erfreuliche Gegenbewegung»

«Der gelungene Jahresauftakt ist eine erfreuliche Gegenbewegung zum schwachen Solothurner Exportjahr 2016», kommentiert Christian Hunziker, Ökonom und stellvertretender Direktor des Wirtschaftsdachverbandes. Damals sanken die Warenausfuhren insgesamt um 0,9 Prozent, während schweizweit eine Zunahme um fast 4 Prozent registriert wurde.

Allerdings will Hunziker das gute Wachstum auch nicht überbewerten. «Ein gewichtiger Teil des Anstiegs ist darauf zurückzuführen, dass das erste Quartal 2017 aufgrund der späten Osterfeiertage zwei Arbeitstage mehr zählte als das Vorjahresquartal.»

Starker US-Markt

Trotzdem lassen sich die Zahlen sehen; insbesondere die Entwicklung nach geografischen Märkten. Die Exporte sind nämlich erstmals seit langem in alle Weltregionen gestiegen. Dort sticht vor allem Nordamerika hervor mit einem Wachstum von fast 21 Prozent. Dies sei umso erfreulicher, weil aufgrund der schwachen zweiten Jahreshälfte 2016 deutliche Einbrüche zu befürchten gewesen seien, erläutert Hunziker.

Selbst der in den letzten Monaten schwächelnde Absatzmarkt Asien konnte sich im ersten Quartal leicht erholen. Die Zunahme liegt bei 2,8 Prozent. Die Metall- und Präzisionsindustrien konnten ihre Ausfuhren deutlich steigern. Letztere profitierte von den Uhrenexporten, die im März schweizweit erstmals seit 20 Monaten gestiegen sind. Dagegen müssen die Maschinenbauer unverändert kämpfen. Der Rückgang betrug 4 Prozent.