Schulsystem
Solothurner Einwohnergemeinden kritisieren das Volksschulamt

Die Einwohnergemeinden finden, die Schulleitung habe sich inzwischen zur «Schuladministration» entwickelt. Weiter hätte sich das Volksschulamt schon längst aus der operativen Steuerung der Schule zurückziehen sollen.

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Zuviel Administration: Die vom Kanton geschaffene Schulleitungsorganisation stosse an zeitliche Grenzen, heisst es vom Verband.

Zuviel Administration: Die vom Kanton geschaffene Schulleitungsorganisation stosse an zeitliche Grenzen, heisst es vom Verband.

Keystone

Der Verband der Solothurner Einwohnergemeinden (VSEG) kritisiert das Volksschulamt: «Zum Teil werden die Schulen vom Kanton übersteuert», erklärt der Verband in einer Mitteilung. «Bei den Gemeinden und Schulleitungen ist der Eindruck entstanden, dass man sich von der seinerzeit beabsichtigten professionellen Schulleitung immer mehr entfernt und zur professionellen Schuladministration im Auftrag des Kantons verkommt.»

Seit 2007 verfügt das solothurnische Bildungswesen über ein geleitetes Schulsystem. Spätestens seit dem Jahr 2011 hätte sich das Volksschulamt aber aus der operativen Steuerung der Schule verabschieden sollen, schreibt der Verband. «Zum Teil ist genau das Gegenteil eingetroffen.» Der Kanton habe mit seinen gesetzlichen Grundlagen und «vor allem dem Kontrollsystem eine Schulleitungsorganisation geschaffen, die an die zeitlichen Grenzen stösst.»

Auch zum «Lehrplan 21», der ab Schuljahr 2017/18 eingeführt werden soll, äussert sich der VSEG. Der Verband betont, dass die «Ziele eines harmonisierten Lehrplans schon seit längerer Zeit von den politischen Behörden aufgegeben wurden.» Kernpunkt sei die Auswahl der Lehrmittel und die Weiterbildung der Lehrpersonen. Der VSEG verlangt vom Regierungsrat, dass die Kostenentwicklung für die Gemeinden aufgezeigt wird. (szr)

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