Schneider Reisen

Solothurner Carunternehmen muss wegen Corona-Virus 90% der geplanten Fahrten absagen

Patrick Schneider vom Carunternehmen Schneider Reisen in Langendorf. (Archiv)

Patrick Schneider vom Carunternehmen Schneider Reisen in Langendorf. (Archiv)

Der Grossteil der von Schneider Reisen geplanten Ausflüge musste wegen dem Corona-Virus abgesagt werden. Betroffen sind sowohl Ferndestinationen als auch kleinere Gruppenreisen. Die meisten Chauffeure sind momentan im Zwangsurlaub.

Die schweizerische Reisebranche leidet unter dem Corona-Virus. Das Carunternehmen Schneider Reisen in Langendorf musste bereits 90% aller geplanten Reisen absagen. Betroffen sind nicht nur Fernreisen wie diejenigen nach Mailand, Rom oder Griechenland, sondern auch verschiedene Events und Gruppenausflüge. Zum Teil seien sogar Reisen bis im Monat Juni annulliert, sagt Unternehmenschef Patrick Schneider.

Die wirtschaftlichen Konsequenzen für sein Unternehmen seien erheblich. Während auf administrativer Seite teilweise vorgearbeitet werden könne, so müssten die Chauffeure Zwangsferien nehmen. «Der Tag des Todesurteils war der 28.02.», meint Schneider – der Tag, an welchem der Bund das Verbot von Grossveranstaltungen mit mehr als 1000 Personen erlassen hat. Am Donnerstag, dem 27. Februar, führte das Unternehmen noch eine Reise nach Rom durch, für welche nur zwei der 26 Reisegäste absagten. Eine spätere Abreise wäre jedoch unmöglich gewesen.

Die meisten Anrufer wüssten, dass die Situation nicht so gravierend sei, würden schlussendlich aber trotzdem absagen. Der Unternehmer ruft zu einer Sensibilisierung der Bevölkerung auf. Schliesslich seien 2017 in der Schweiz in den ersten sechs Jahreswochen 1'200 Grippentote verzeichnet worden - wovon aber niemand rede.

Bei einem Blick in die Zukunft zeigt sich Schneider zuversichtlicher. Vergleiche man die Lage vom 28. Februar mit derjenigen vom Dienstag, so habe sich die Situation beruhigt und das Corona-Virus sei bereits etwas in den Hintergrund gerückt.

Meistgesehen

Artboard 1