Die SBB-Überführung Aarmatt in Zuchwil, die Aarebrücke Wilihof in Luterbach/Riedholz, die nördliche Passwangstrasse und die Saalstrasse in Kienberg. Nächsten Frühling lässt der Kanton gleich für vier grosse Sanierungsprojekte die Strassenbaumaschinen auffahren – sofern der Kantonsrat zustimmt.

Die Arbeiten kosten insgesamt 40 Mio. Franken; und die Autofahrer müssen sich auf Verkehrsbehinderungen gefasst machen. Die 240 Meter lange SBB-Überführung Aarmatt (Luzernstrasse) liegt auf der Hauptverbindungsstrasse zwischen Autobahnausfahrt Solothurn-Ost und Bahnhof Solothurn. Sie wird zwischen Frühling 2014 und Spätherbst 2015 in zwei Etappen saniert.

Im ersten Jahr wird der nördliche Teil der Brücke (Fahrtrichtung Solothurn) gesperrt. Der gesamte Verkehr läuft dann über die südliche Fahrbahn; der Busstreifen wird aufgehoben, Busse und Autos fahren einspurig im Gegenverkehr. «Wir rechnen nicht mit grossen Verkehrsbehinderungen», sagt Christian Balz vom kantonalen Amt für Verkehr und Tiefbau.

Bereits jetzt stehe für den Individualverkehr nur je eine Spur zur Verfügung, jetzt kommen einfach noch die Busse hinzu. «Einzig Richtung Solothurn könnte es wegen der Lichtsignalanlagen zwischen dem Bahnhof und der Aarmattüberführung zu einem Rückstau kommen», sagt Balz. Die 43 Jahre alte Strassenbrücke muss für brutto
12 Mio. Franken saniert werden, weil die Abdichtungen teils undicht und die Betonelemente vom Streusalz angegriffen sind.

Neuer Durchgang bei Wilihofbrücke

Auch eine zweite grosse Brücke in der Region Solothurn muss wegen Witterungs- und Streusalzschäden erneuert, ja sogar verstärkt werden: die Wilihofbrücke zwischen Riedholz und Luterbach. Die Bauarbeiten werden dort nur ein Jahr dauern: von Ende Februar bis Herbst 2014. Jeweils eine Fahrbahn wird gesperrt, eine Lichtsignalanlage regelt den Verkehr. «Die Wartezeiten werden nicht lang sein», verspricht Balz vom Kanton.

Die Sanierung der 1977 gebauten Wilihofbrücke kostet 4,9 Mio. Franken. Weitere 1,6 Mio. Franken verschlingen die geplanten Massnahmen für den Velo- und Fussgängerverkehr. So wird am südlichen Ende der Brücke eine Betonunterführung in den Erddamm gebaut, sodass die sich entlang der Aare bewegenden Velofahrer und Fussgänger künftig nicht mehr die Kantonsstrasse überqueren müssen. Auf der Brücke selber werden die Velolenker künftig auf verbreiterten Trottoirs fahren und auf der Nordseite sicherer in Richtung Attisholz abbiegen können.

Passwang: In mehreren Etappen

Weit weniger Velofahrer werden von den kommenden Bauarbeiten auf dem nördlichen Teil der Passwangstrasse betroffen sein. In den Jahren 2014 und 2015 wird die Strecke zwischen Tunnel-Südportal und Hof «Obere Buche» in zwei Etappen saniert. Eine Fahrbahn wird jeweils gesperrt und der Verkehr mit einer Lichtsignalanlage gelenkt.

«Mit täglich 1600 Fahrzeugen ist diese Strecke nicht besonders stark befahren», sagt Balz. Vor allem die talseitigen Stützmauern der Strasse sind aber dringend sanierungsbedürftig. «Diese wurden im Rahmen des Ausbaus der Passwangstrasse in den 1930er-Jahren gebaut – und zwar mit wenig frostbeständigem Jurakies.» Es wird mit Kosten von 13,7 Mio. Franken gerechnet. Ab dem Jahr 2016 folgen die Sanierungsarbeiten auf der Strecke Richtung Beinwil bis Neuhüsli.

Nebst dem vierten Grossprojekt «Gesamtsanierung Saalstrasse in Kienberg» (8,1 Mio. Franken) werden 2014 zahlreiche weniger teure Strassensanierungen ausgeführt (siehe Kasten).