Der Erfolg ist umso beachtlicher, als die Band das nicht sehr einfache Wettstück «Cha das Caldeiras» von Pierre Schmidhäusler in nur acht Proben einstudiert hat. Noch bessere Noten erhielt nur die Jugend Brass Band Michelsamt (Grossraum Beromünster). Emotion Brass, hervorgegangen aus einem kantonalen Jugendmusiklager, funktioniert als Projektband mit einer Stammbesetzung, der Altersdurchschnitt liegt bei 24 Jahren. «Unser Erfolg liegt darin, dass die Leute sich voll dahinter stellen», sagt Gino Gysin (Olten), er war von Beginn weg dabei und ist heute der Initiator.

Die Musikantinnen und Musikanten kommen aus dem ganzen Kanton, etwa die Hälfte aus dem Schwarzbubenland. Ob sie nächstes Jahr wieder nach Montreux fahren? «Nach dem schönen Erfolg reizt es uns schon», antwortet Gysin. «Aber das geht nur, wenn unsere Projekte neben den Plänen jener Vereine Platz haben, in denen unsere Leute mitspielen.»

Wenn dieses Mal nur noch eine weitere Band aus dem Kanton Solothurn in Montreux teilnahm, so liegt das daran, dass sich die Vereine dieses Jahr auf das Kantonalmusikfest konzentrierten. So auch die Brass Band Breitenbach (Leitung Enrico Calzaferri), und trotzdem machte sie in Montreux mit. Dort kamen sie auf den achten Platz – ein schöner Erfolg: Denn in den Vorjahren reichte es immer nur für die zweite Hälfte der Rangliste von jeweils 16 bis 18 Bands.

Einen Schritt nach vorne konnte auch die Oberaargauer Brass Band machen. In den vergangenen drei Jahren landete sie in der Höchstklasse stets auf dem letzten Platz. Unter Leitung des englischen Gastdirigenten Russel Gray kam die Band diesmal auf Platz neun von elf Bands.